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ABC-Analyse im Lager: Klassen praxisgerecht berechnen

ABC-Klassen berechnen und Bestände gezielt steuern: den finanziellen Schwerpunkt im Blick behalten, ohne dass günstige Fehlteile die Produktion stoppen.

Jussi Mäntylä Experte für Produktionsplanung, SkyPlanner Aktualisiert 21. Oktober 2026 11 Min. Lesezeit
Motors, shafts and bolts in separate trays beside an assembly awaiting a small bolt.
In diesem Artikel
  1. Was A, B und C tatsächlich bedeuten
  2. So berechnen Sie die ABC-Klassen Ihrer Lagerartikel
  3. 1. Verbrauch und Kosten je Einheit erfassen
  4. 2. Jahresverbrauchswert berechnen
  5. 3. Nach absteigendem Wert sortieren
  6. 4. Artikelanteile und kumulierte Anteile berechnen
  7. 5. Klassen nach einer festgelegten Grenzregel zuweisen
  8. Rechenbeispiel: Auch ein C-Artikel kann tausendfach verbraucht werden
  9. Für jede Klasse passende Steuerungsregeln festlegen
  10. Vor einer Änderung der Bestandsstrategie die Produktionskritikalität berücksichtigen
  11. Mit SkyPlanner jede Materialklasse in die Produktionsplanung einbeziehen
  12. Was der bessere Überblick über die Materialverfügbarkeit bei Eskomatic verändert hat
  13. Beginnen Sie mit einer Materialgruppe und einem konkreten Fehlteil

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Geschätzte Lesezeit: 10 Minuten

Die ABC-Analyse im Lager ordnet Artikel nach ihrem Jahresverbrauchswert ein: der in einem Jahr verbrauchten Menge multipliziert mit den Kosten je Einheit. A-Artikel machen den größten Anteil dieses Werts aus, B-Artikel den nächstgrößeren und C-Artikel den Rest. Ziel ist es, den Aufwand für die Bestandssteuerung dort einzusetzen, wo er finanziell am meisten bewirkt.

Für Fertigungsunternehmen stellt sich eine zweite wichtige Frage: Welches fehlende Teil könnte einen Auftrag zum Stillstand bringen? Eine günstige Schraube kann zur Klasse C gehören und trotzdem die gesamte Montage aufhalten. Die ABC-Analyse zeigt, wofür das Geld ausgegeben wird – nicht aber, welche Arbeitsgänge ohne Materialrisiko starten können.

Legen Sie anhand der Klassifizierung sinnvolle Regeln für Einkauf und Bestandssteuerung fest. Verknüpfen Sie anschließend mit SkyPlanner APS die Materialverfügbarkeit mit dem Produktionsplan. So erhält auch ein günstiges Fehlteil Aufmerksamkeit, wenn es die Lieferung gefährdet – nicht nur dann, wenn die jährlichen Ausgaben dafür hoch sind.

Was A, B und C tatsächlich bedeuten

Bei einer Analyse nach Verbrauchswert zeigen die Klassen, auf welche Artikel sich der finanzielle Aufwand konzentriert. Sie sagen nichts über Qualität, Gewinnmarge oder Priorität in der Produktion aus.

  • A-Artikel bilden den ersten und größten Anteil am Jahresverbrauchswert. Bei ihnen verdienen Bestandsgenauigkeit, eingegangene Einkaufsverpflichtungen und Überbestände besondere Aufmerksamkeit.
  • B-Artikel bilden den nächsten Anteil. Standardisierte Kontrollen und regelmäßige Überprüfungen sind hier meist sinnvoller, als jeden Artikel als Sonderfall zu behandeln.
  • C-Artikel bilden den verbleibenden, kleineren Anteil am Verbrauchswert. Hier lassen sich häufig die routinemäßige Nachbeschaffung und Verwaltung vereinfachen, ohne die Produktion vermeidbaren Materialengpässen auszusetzen.

Ein gängiger Ausgangspunkt ist, rund 80% des Verbrauchswerts der Klasse A, die nächsten 15% der Klasse B und die verbleibenden 5% der Klasse C zuzuordnen. Diese Grenzen sind bewusst gewählte Vorgaben, keine allgemeingültigen Regeln. Die tatsächliche Verteilung in Ihrem Unternehmen kann anders aussehen.

Das bekannte 80/20-Prinzip beschreibt, wie sich der Wert auf eine relativ kleine Gruppe von Artikeln konzentrieren kann. Es verlangt nicht, dass genau 20% Ihrer Artikelnummern zur Klasse A gehören. Berechnen Sie zunächst die Verteilung, statt die Artikelanzahl in ein vorgegebenes Muster zu zwingen.

So berechnen Sie die ABC-Klassen Ihrer Lagerartikel

Beginnen Sie mit einer klar abgegrenzten Grundgesamtheit, etwa den Zukaufmaterialien und -komponenten, die ein Werk verbraucht. Verwenden Sie für alle Artikel denselben Zwölfmonatszeitraum und eine einheitliche Kostenbasis. Führen Sie den Rohmaterialverbrauch und den vollen Wert der Fertigerzeugnisse nicht in einer gemeinsamen Rangliste zusammen, ohne Überschneidungen zu berücksichtigen. Sonst kann derselbe zugrunde liegende Materialwert doppelt gezählt werden.

1. Verbrauch und Kosten je Einheit erfassen

Erfassen Sie für jede Artikelnummer die im Zeitraum verbrauchte Menge und die Kosten je Einheit. Achten Sie auf übereinstimmende Einheiten: Bei einer in Stück erfassten Menge müssen Sie die Kosten je Stück ansetzen, nicht je Karton. Verwenden Sie in der gesamten Liste dieselbe Währung und eine einheitliche Bewertungsgrundlage.

Vergangenheitsverbräuche sind ein praktikabler Ausgangspunkt. Prüfen Sie aber, ob sie auch den künftigen Bedarf abbilden. Ein ausgelaufenes Produkt, ein neuer Vertrag oder ein Zeitraum, in dem Materialengpässe den Verbrauch begrenzt haben, können die Werte des Vorjahres verzerren. Wenn Sie stattdessen den prognostizierten Jahresverbrauch verwenden, kennzeichnen Sie dies eindeutig und gehen Sie dabei einheitlich vor.

2. Jahresverbrauchswert berechnen

Jahresverbrauchswert = jährlich verbrauchte Menge × Kosten je Einheit

Dieser Wert beschreibt den Verbrauch über ein Jahr, nicht den heutigen Lagerbestand. Ein Artikel kann nur in geringer Menge im Regal liegen und dennoch hohe jährliche Ausgaben verursachen, weil Sie ihn häufig nachbeschaffen.

Gemeint sind auch nicht der Verkaufspreis oder der Umsatz. Bei dieser Materialanalyse für die Fertigung ordnen Sie die Materialien nach den Kosten ihres Verbrauchs in der Produktion.

3. Nach absteigendem Wert sortieren

Addieren Sie die Jahresverbrauchswerte zum Gesamtwert und sortieren Sie anschließend die Artikelzeilen absteigend nach ihrem jeweiligen Jahresverbrauchswert. Sortieren Sie nicht allein nach dem Preis je Einheit. Ein günstiges Material, das in sehr großen Mengen verbraucht wird, kann vor einem teuren Teil liegen, das nur gelegentlich benötigt wird.

4. Artikelanteile und kumulierte Anteile berechnen

Wertanteil des Artikels = Jahresverbrauchswert des Artikels ÷ gesamter Jahresverbrauchswert × 100%

Den kumulierten Anteil erhalten Sie, indem Sie die Anteile in der sortierten Liste von oben nach unten fortlaufend addieren. An dieser Summe erkennen Sie, wo die Klassengrenzen liegen.

5. Klassen nach einer festgelegten Grenzregel zuweisen

Bei einer 80/15/5-Aufteilung ordnen Sie die Artikel zunächst A zu, bis der kumulierte Wert 80% erreicht oder überschreitet. Anschließend füllen Sie B, bis 95% erreicht oder überschritten sind. Die übrigen Artikel gehören zu C. Ordnen Sie jede Artikelnummer vollständig einer einzigen Klasse zu.

Bei dieser Regel bleibt der Artikel, mit dem eine Grenze überschritten wird, in der gerade gefüllten Klasse. Steigt der kumulierte Anteil von A mit dem nächsten Artikel von 79% auf 83%, bleibt dieser Artikel in A; B beginnt erst in der folgenden Zeile. Eine andere, konsequent angewandte Regel ist ebenfalls möglich. Dokumentieren Sie Ihre Regel, damit auch die nächste auswertende Person das Ergebnis reproduzieren kann. Behandeln Sie Artikel mit gleichem Wert ebenfalls einheitlich, damit eine veränderte Sortierreihenfolge nicht zu unerklärlichen Klassenwechseln führt.

Rechenbeispiel: Auch ein C-Artikel kann tausendfach verbraucht werden

Nehmen wir an, ein Fertigungsunternehmen analysiert sechs Zukaufmaterialien. Die folgenden Zahlen dienen der Veranschaulichung und sind keine Kundenergebnisse. Der gesamte Jahresverbrauchswert beträgt 100.000 $. Die Zeilen sind nach diesem Wert sortiert; bei den beiden wertgleichen Zeilen bleibt die Reihenfolge der ursprünglichen Artikelliste erhalten.

MaterialJahresverbrauchKosten je EinheitJahresverbrauchswertAnteil am GesamtwertKumulierter AnteilKlasse
Motoren200300,00 $60.000 $60%60%A
Gehäuse40050,00 $20.000 $20%80%A
Wellen60020,00 $12.000 $12%92%B
Dichtungen6.0000,50 $3.000 $3%95%B
Schrauben30.0000,10 $3.000 $3%98%C
Etiketten100.0000,02 $2.000 $2%100%C

Für die Gehäuse lautet die Rechnung: 400 × 50 $ = 20.000 $. Geteilt durch 100.000 $ ergibt das einen Anteil von 20%. Zusammen mit den 60% der Motoren erreicht der kumulierte Anteil damit 80%; Klasse A ist vollständig.

Wellen und Dichtungen steuern weitere 15% bei und schließen B bei 95% ab. Auf Schrauben und Etiketten entfallen die letzten 5%; nach dieser Regel gehören sie daher zu C.

Beachten Sie, was die Berechnung nicht aussagt. Das Unternehmen verbraucht 30.000 Schrauben, dennoch bleiben sie in C, weil ihre jährlichen Kosten vergleichsweise gering sind. C bedeutet weder selten gebraucht noch veraltet – und auch nicht, dass ein Fehlbestand unbedenklich wäre. Ebenso wenig bedeutet A, dass die Motoren in der Auftragsreihenfolge an einer Maschine automatisch Vorrang erhalten sollten.

Für jede Klasse passende Steuerungsregeln festlegen

Die Klassifizierung bringt erst dann einen Nutzen, wenn sie Ihre Arbeitsweise verändert. Legen Sie für jede Klasse Regeln zur Bestandssteuerung, eine verantwortliche Person und einen regelmäßigen Prüfablauf fest, statt lediglich einen Buchstaben im Artikelstamm zu ergänzen.

KlasseSchwerpunkt der Bestandssteuerung in der PraxisWas Sie vermeiden sollten
APrüfen Sie Bestellverpflichtungen und Überbestände genau. Kontrollieren Sie die Bestandsgenauigkeit häufig, wenn Fehler erhebliche finanzielle Risiken verursachen. Behalten Sie Bedarfs- und Kostenänderungen im Blick.Zusätzliche Bestände allein deshalb beschaffen, weil ein Artikel zur Klasse A gehört, oder die Bestände so stark abbauen, dass die Versorgung unzuverlässig wird.
BNutzen Sie ein einheitliches Verfahren zur Nachschubversorgung und prüfen Sie regelmäßig Abweichungen. Untersuchen Sie Artikel genauer, deren Verbrauchswert oder Versorgungssituation sich verändert.Die mittlere Gruppe zwischen strengen A-Kontrollen und einfachen C-Routinen vernachlässigen.
CReduzieren Sie den Abwicklungsaufwand durch passende Verpackungseinheiten, das Zwei-Behälter-Prinzip oder Vereinbarungen mit Lieferanten. Sorgen Sie dabei für eine Absicherung, die dem tatsächlichen Versorgungsrisiko entspricht.Geringe jährliche Ausgaben als Freibrief verstehen, Fehlmengen, Haltbarkeit oder die Abhängigkeit der Produktion von diesen Artikeln zu ignorieren.

Wie häufig Sie Bestände zählen und Einkaufsentscheidungen überprüfen sollten, hängt von Ihrem Betrieb ab. Ein Artikel mit stabilen Verhältnissen und verlässlichen Bestandsdaten braucht eine andere Betreuung als einer mit wiederholten Bestandsabweichungen – auch innerhalb derselben Klasse.

Ebenso kann eine größere Bestellmenge bei einem C-Artikel wirtschaftlich sein, wenn sie wiederholten Einkaufs- und Handhabungsaufwand spart. Das gilt jedoch nicht, wenn das Material verfällt oder nicht mehr benötigt wird. Die ABC-Analyse hilft, die Aufmerksamkeit gezielt zu verteilen; sie berechnet weder die optimale Bestellmenge noch den benötigten Sicherheitsbestand.

Treffen Sie die Entscheidung über den Sicherheitsbestand separat. Bemessen Sie den Puffer anhand von Unsicherheiten, Wiederbeschaffungszeit und den Folgen einer Fehlmenge, statt für alle A-, B- oder C-Artikel denselben prozentualen Bestandsaufschlag anzusetzen.

Vor einer Änderung der Bestandsstrategie die Produktionskritikalität berücksichtigen

Bevor Sie C-Artikel weniger streng überwachen, klären Sie für jeden einzelnen, was passiert, wenn er fehlt. Prüfen Sie, ob ein freigegebener Ersatzartikel verfügbar ist, wie schnell Nachschub eintreffen kann und welche Kundenaufträge davon abhängen.

Machen Sie neben der ABC-Klasse auch die Produktionskritikalität sichtbar. Fehlt eine Schraube der Klasse C, für die es keinen freigegebenen Ersatz gibt, kann dringender Handlungsbedarf bestehen. Dennoch muss ihr Einkauf nicht so eingehend geprüft werden wie der eines Motors der Klasse A. Sie müssen die Schraube nicht in A umstufen, um dieses Risiko zu berücksichtigen.

Bedarfsschwankungen sind eine weitere, eigenständige Dimension. Zwei Artikel mit gleichem Jahresverbrauchswert können völlig unterschiedliche Verbrauchsmuster aufweisen: Der eine wird kontinuierlich verbraucht, der andere nur gelegentlich, dann aber in großen Mengen entnommen. Prüfen Sie dieses Muster, bevor Sie für beide dasselbe Nachschubverfahren festlegen.

Stellen Sie sich vor, die Motoren und Gehäuse für einen Montageauftrag sind verfügbar, aber die benötigte Schraube fehlt. Wertmäßig scheint der Auftrag gut mit Material versorgt zu sein. In der Praxis lässt sich die Montage ohne dieses Bauteil jedoch nicht abschließen. Ein vorgezogener Arbeitsbeginn führt dann womöglich nur zu unfertigen Baugruppen, zusätzlichem Handhabungsaufwand und einer weiteren Warteschlange, die überwacht werden muss.

Die hilfreiche nächste Frage lautet nicht: „Zu welcher Klasse gehört die Schraube?“ Sondern: „Wann lässt sich dieser Auftrag tatsächlich fertigen, und was kann das Team in der Zwischenzeit erledigen?“

Mit SkyPlanner jede Materialklasse in die Produktionsplanung einbeziehen

SkyPlanner APS berücksichtigt die Materialverfügbarkeit bei der Terminplanung gemeinsam mit Arbeitsstationen, Schichten, Abhängigkeiten zwischen Arbeitsgängen und Prioritäten. Ist die materialabhängige Planung aktiviert, bezieht Arcturus verfügbare Materialien und erwartete Wareneingänge in die Berechnung der Starttermine ein. Ein Arbeitsgang wird nicht vor dem Zeitpunkt eingeplant, zu dem die benötigten Materialien gemäß diesen Regeln verfügbar sind.

Damit wird die fehlende Schraube zu einer Planungsrestriktion und bleibt nicht nur eine Position mit geringem Wert im Bestandsbericht. Sie können die geplanten Arbeitsgänge und Fertigstellungstermine in der Gantt-Ansicht prüfen, statt Bestände manuell mit separaten Maschinenwarteschlangen abzugleichen. So werden weniger Arbeitsgänge eingeplant, für deren Start das Material fehlt, und Lieferprobleme werden früher sichtbar.

Liefertermine von Bestellungen geben an, wann Material voraussichtlich verfügbar sein wird. Wird eine Bestellung als geliefert bestätigt, aktualisiert sich der Bestand. Ein erwarteter Wareneingang ist also nicht mit bereits vorhandenem Material gleichzusetzen. Ändert der Lieferant den voraussichtlichen Termin, aktualisieren Sie die Angaben und berechnen Sie den Produktionsplan neu, um die Auswirkungen auf die Fertigung zu sehen.

Die Prioritäten legen weiterhin Sie fest. Arcturus berechnet die Reihenfolge innerhalb der von Ihnen vorgegebenen Regeln und Kapazitäten. So können Sie die betroffenen Terminzusagen beurteilen, statt jeden Arbeitsgang selbst zu verschieben. Deshalb ergänzt SkyPlanner die Bestandssteuerung nach ABC-Klassen sinnvoll: Artikel mit hohem Verbrauchswert bleiben im Fokus, während bei der Planung der Fertigung auch berücksichtigt wird, welche Komponenten jeder Arbeitsgang tatsächlich benötigt.

SkyPlanner lässt sich über seine offene REST API mit jedem ERP- oder MES-System verbinden. Sie können Ihr bestehendes System für Einkaufs- und Artikeldaten beibehalten und es mit einer Produktionsplanung verbinden, die die Materialverfügbarkeit berücksichtigt.

Was der bessere Überblick über die Materialverfügbarkeit bei Eskomatic verändert hat

Der Lohnzerspaner Eskomatic arbeitete zuvor mit weitgehend manuell gepflegten Auftragswarteschlangen in einer älteren ERP- und Produktionssteuerungsumgebung. Sich einen Gesamtüberblick zu verschaffen, war aufwendig. Da die Materialverfügbarkeit nur eingeschränkt sichtbar war, wurden Fehlmengen mitunter erst erkannt, wenn bis zum geplanten Start eines Arbeitsgangs zu wenig Zeit blieb.

Durch die Anbindung von SkyPlanner an das vorhandene ERP erhielt das Team eine visuelle Auftragswarteschlange im Gantt-Diagramm, eine automatische Kapazitätsbelegungsplanung und einen klareren Überblick über Materialfehlmengen. In seinem SkyPlanner-Anwenderbericht berichtet Eskomatic von weniger Produktionsstopps durch fehlendes Material und einer genaueren Festlegung von Lieferterminen.

Diese Erfahrung zeigt, welche Verbesserungen im Produktionsalltag über die reine Klassifizierung hinaus möglich sind: Der Planer sieht das Materialproblem im Zusammenhang mit den betroffenen Arbeiten. Das spricht dafür, Bestandssteuerung und Produktionsplanung miteinander zu verbinden, statt zu erwarten, dass eine ABC-Einstufung allein die Lieferung absichert.

Beginnen Sie mit einer Materialgruppe und einem konkreten Fehlteil

Wählen Sie eine klar abgegrenzte Materialgruppe, berechnen Sie die Verbrauchswerte und legen Sie gemeinsam die Klassengrenzen fest. Setzen Sie die daraus abgeleiteten Regeln zur Bestandssteuerung um. Prüfen Sie anschließend die Produktionskritikalität der C-Artikel, bevor Sie deren Nachschubversorgung vereinfachen. Überprüfen Sie die Klassifizierung erneut, wenn sich Bedarf, Kosten oder Produktmix ändern. Bewerten Sie neue Artikel und Artikel ohne Verbrauch gesondert, statt davon auszugehen, dass der bisherige Verbrauch ein vollständiges Bild liefert.

Konzentrieren Sie sich mit der ABC-Analyse auf die Artikel, die finanziell am stärksten ins Gewicht fallen. Erstellen Sie mit SkyPlanner aus Materialverfügbarkeit und Kapazität einen Plan, nach dem die Fertigung arbeiten kann.

Buchen Sie eine SkyPlanner-Demo und bringen Sie einen aktuellen Montageauftrag mit, der sich wegen eines fehlenden Bauteils verzögert hat. Anhand von Materialbedarf, erwartetem Wareneingang und Arbeitsplan sehen Sie, wie sich die Fehlmenge auf den geplanten Start und die Fertigstellung im Zusammenspiel mit Ihren anderen Aufträgen auswirkt. Wenn Sie SkyPlanner zunächst selbst erkunden möchten, testen Sie SkyPlanner mit Demodaten.

Jussi Mäntylä

Experte für Produktionsplanung, SkyPlanner

Erstellen Sie mit SkyPlanner einen klareren Produktionsplan

Verbinden Sie Ihre Daten, prüfen Sie den ersten Plan und behalten Sie bei jedem freigegebenen Plan die Kontrolle in der Hand Ihrer Planer.