Mit jedem ERP verbinden

Die offene REST API von SkyPlanner verbindet ERP-, MES- und Betriebssysteme, einschließlich hauseigener ERPs. Erstellen Sie die Integration selbst oder lassen Sie unser Team helfen.

Funktioniert auch eigenständig — eine ERP-Integration ist optional, nicht erforderlich.

Integrationsprojekt besprechen

Verbindet sich mit ERP & MES Systemen wie

APS und Feinplanung

Nachkalkulation: Wo ist die Marge geblieben?

Nachkalkulation in der Fertigung: Margenverluste über Material, Zeit und Gemeinkosten erklären und mit besseren Produktionsdaten das nächste Angebot verbessern.

Jussi Mäntylä Experte für Produktionsplanung, SkyPlanner Aktualisiert 24. Oktober 2026 13 Min. Lesezeit
A bracket batch linked to metal blanks, work time and a shared machine, illustrating job order costing
In diesem Artikel
  1. Kalkulieren Sie den Kundenauftrag statt mit monatlichen Durchschnittskosten zu rechnen
  2. Auftragskosten erfassen und die ursprüngliche Zusage festhalten
  3. Erfassen Sie die Einsatzdaten, die das Ergebnis erklären
  4. Material: Verbrauch, Rückgaben und Verluste verfolgen
  5. Zeit: Arbeitsstunden, Maschinenstunden und Wartezeiten trennen
  6. Gemeinkosten: Definierte Sätze anwenden, Doppelansätze vermeiden
  7. Beispiel einer Nachkalkulation: 100 Halterungen, weniger Marge
  8. Erst den Auftrag abschließen, dann die Lehren ziehen
  9. Das nächste Angebot so planen, dass die Fertigung es umsetzen kann
  10. Was sich dadurch bei Eskomatic verändert hat
  11. Besprechen Sie die Kostenüberschreitung eines Auftrags in einer SkyPlanner-Demo

Startseite » Ressourcen » Nachkalkulation: Wo ist die Marge geblieben?

Geschätzte Lesezeit: 12 Minuten

Die Auftragskalkulation erfasst die Herstellkosten eines einzelnen Kunden- oder Fertigungsauftrags: Materialeinzelkosten, direkt zurechenbare Lohnkosten und zugerechnete Fertigungsgemeinkosten. So können Sie die erwarteten Kosten eines Auftrags mit dem tatsächlichen Verbrauch vergleichen, statt Unterschiede zwischen Aufträgen in einem Betriebsdurchschnitt verschwinden zu lassen.

In der Auftragsfertigung sollte dieser Vergleich eine praktische Frage beantworten: Wo ist die Marge dieses Auftrags geblieben, und was muss sich ändern, bevor Sie wieder ähnliche Aufträge annehmen?

Eine weitere Gesamtsumme allein liefert darauf selten eine Antwort. Sie brauchen eine fortlaufende Kostenerfassung zum Auftrag, die das ursprüngliche Angebot als Vergleichsbasis erhält und aus der sich bei Kostenüberschreitungen Entscheidungen ableiten lassen. SkyPlanner unterstützt diesen Zusammenhang mit erfassten Produktionszeiten, Soll-Ist-Auswertungen und einer gemeinsamen KI-gestützten Feinplanung. Damit erhalten Sie eine bessere Grundlage für das nächste Angebot und können Abstimmungsverluste angehen, bevor sie sich auf dem Shopfloor wiederholen.

Kalkulieren Sie den Kundenauftrag statt mit monatlichen Durchschnittskosten zu rechnen

Ein Betrieb kann im Monatsdurchschnitt vertretbare Stückkosten haben und dennoch mit einzelnen Aufträgen Verlust machen. Ein Kunde benötigt einen zusätzlichen Rüstvorgang, ein anderer schreibt teures Material vor, und für einen dritten muss die am stärksten ausgelastete Maschine eingeplant werden. Die monatlichen Kosten durch die gesamte Ausbringungsmenge zu teilen, erklärt diese Unterschiede nicht.

Bei der Auftragskalkulation bleiben die Kosten einem klar abgegrenzten Auftrag zugeordnet. Das kann ein Los mit 100 spanend gefertigten Halterungen sein, ein maßgefertigter Schrank oder eine komplette Anlagenbaugruppe. Ein Auftrag kann viele Einheiten umfassen und sich über mehrere Abrechnungsperioden erstrecken. Seine eindeutige Zuordnung, die Spezifikation und der vereinbarte Leistungsumfang bestimmen, welche Kosten in die Erfassung gehören.

Bei der prozessbezogenen Durchschnittskalkulation werden Kosten dagegen auf vergleichbare Erzeugnisse innerhalb eines Fertigungsprozesses verteilt. Das eignet sich für eine relativ gleichförmige Produktion. Manche Betriebe kombinieren beide Ansätze: Gemeinsame Bearbeitungskosten lassen sich über Durchschnittswerte verteilen, während auftragsspezifische Materialien oder Endbearbeitungen getrennt erfasst werden. Wählen Sie den Detaillierungsgrad so, dass er die wesentlichen Unterschiede zwischen Ihren verkauften Leistungen erklärt.

Unterscheiden Sie die Gesamtkosten eines Auftrags von den Herstellkosten einer Periode. Die Kosten noch nicht abgeschlossener Aufträge gehören weiterhin zur unfertigen Produktion. Auch wenn ein fertiger Auftrag bereits versandt wurde, müssen noch nicht alle zugehörigen Lieferantenrechnungen vorliegen. Fertigungsfortschritt und Vollständigkeit der Kostenerfassung sind deshalb getrennt zu prüfen.

Auftragskosten erfassen und die ursprüngliche Zusage festhalten

Ein Auftragskostenblatt ist eine fortlaufende Aufzeichnung aller Kosten, die einem Auftrag zugeordnet werden. Es muss kein separates Dokument sein; ein entsprechender Datensatz in Ihrem bestehenden Unternehmenssystem erfüllt denselben Zweck. Entscheidend ist, dass Fertigung, Einkauf und Finanzbereich sich auf denselben Auftrag beziehen und die Vorkalkulation mit dem Ergebnis vergleichen können.

Beginnen Sie damit vor der Auftragsfreigabe. Bewahren Sie das angenommene Angebot und die zugrunde liegenden Annahmen als feste Vergleichsbasis auf. Überschreiben Sie diese nicht, wenn sich der Arbeitsplan oder der Materialbedarf ändert.

Bereich der KostenerfassungWas festzuhalten istNutzen beim Auftragsabschluss
Auftragszuordnung und LeistungsumfangKunde, Auftragsnummer, Auftragsposition, Zeichnungsstand, Menge und vereinbarte SpezifikationVerhindert, dass Kosten verschiedener Aufträge oder Versionsstände vermischt werden
Ursprüngliche VorkalkulationMaterialmengen und -werte, angesetzte Rüst- und Bearbeitungszeiten, Kostensätze und Bezugsgröße für GemeinkostenZeigt, worauf die Preisermittlung beruhte
Freigegebene ÄnderungenGeänderter Leistungsumfang, Freigabe, Mehrpreis und DatumTrennt Kundenänderungen von Kostenüberschreitungen in der Fertigung
Ist-Daten der FertigungMaterialentnahmen und -rückgaben, Gut- und Fehlermengen sowie Zeiten je Arbeitsgang und zugehöriger RessourceErklärt den tatsächlichen Verbrauch für den Auftrag
KostenzuordnungBewertung der Arbeitszeiten, verrechnete Gemeinkosten, direkt zuordenbare Fremdbearbeitung und zugehörige BelegeBewertet den tatsächlichen Einsatz in Geld, ohne Kosten doppelt anzusetzen
Entscheidung beim AuftragsabschlussNoch ausstehende Kosten, Abweichungsursache, Korrekturmaßnahme, Verantwortlicher und nächster PrüfterminMacht das Ergebnis für den nächsten Auftrag nutzbar

Führen Sie die Auftragsnummer in allen zugehörigen Belegen mit, nicht erst im Abschlussbericht. Eine Eingangsrechnung, Zeitbuchung oder Materialrückgabe ohne den richtigen Auftragsbezug kann einen Auftrag günstig und einen anderen teuer erscheinen lassen.

Unterscheiden Sie außerdem zwischen dem Kundenauftrag und seinen einzelnen Arbeitsgängen. In SkyPlanner sind Aufträge und Auftragspositionen mit den Arbeitsgängen auf Prozessebene verknüpft. Achten Sie auf diese Zuordnung, wenn Sie Produktionsdaten für Ihre Auftragskalkulation zusammenführen: Ein spanender Arbeitsgang ist nicht zwangsläufig der gesamte Kundenauftrag.

Erfassen Sie die Einsatzdaten, die das Ergebnis erklären

Material: Verbrauch, Rückgaben und Verluste verfolgen

Belasten Sie den Auftrag mit dem tatsächlich verbrauchten Material, bewertet nach dem mit dem Finanzbereich abgestimmten Verfahren. Material, das für einen Auftrag eingekauft wurde, wird nicht automatisch vollständig dafür verbraucht: Verwendbare Bestände können zurückgegeben, für einen anderen Auftrag eingesetzt oder noch gar nicht entnommen worden sein.

Erfassen Sie zusätzliche Materialentnahmen und Rückgaben, sobald sie anfallen. Werden Rohlinge als Ausschuss ausgesondert, muss das dafür verbrauchte Material sichtbar bleiben, auch wenn daraus nie verkaufsfähige Teile werden. Halten Sie neben den Materialdaten auch Gut- und Ausschussmengen fest. So können Sie unterscheiden, ob höhere Einkaufspreise oder eine geringere Ausbeute die Kosten verursacht haben.

Auch direkt zuordenbare Fremdbearbeitung, etwa eine Wärmebehandlung speziell für den Auftrag, gehört in die Kostenerfassung. Stimmen Sie die Kostenart ab und erfassen Sie die Kosten genau einmal. Trifft die Rechnung erst nach dem Versand ein, weisen Sie die erwarteten Kosten aus, statt die fehlende Rechnung als Einsparung zu behandeln.

Zeit: Arbeitsstunden, Maschinenstunden und Wartezeiten trennen

Personenstunden, Maschinenstunden und die verstrichene Durchlaufzeit beantworten unterschiedliche Fragen. Arbeiten zwei Personen eine Stunde lang gemeinsam, fallen zwei Personenstunden an. Eine Maschine kann ohne ständige Anwesenheit eines Bedieners laufen. Und ein Auftrag, der zwei Tage auf die Prüfung wartet, hat nicht zwangsläufig zwei Tage direkte Arbeitszeit verbraucht.

Für eine aussagekräftige Auftragskalkulation sollten Sie Rüstzeiten und wiederkehrende Bearbeitungszeiten getrennt erfassen, sofern diese Unterscheidung die Entscheidung beeinflusst. Dokumentieren Sie Nacharbeit und außergewöhnliche Unterbrechungen mit genügend Kontext, um sie erklären zu können. Bewerten Sie anschließend die direkt zurechenbaren Personenstunden mit den geltenden Personalkostensätzen. Berücksichtigen Sie dabei auch die Arbeitgeberkosten, die nach Ihren Kalkulationsregeln den direkten Lohnkosten zugeordnet werden.

Hier helfen die Produktionsaufzeichnungen von SkyPlanner. Timer und Job Report verknüpfen die erfassten Tätigkeiten mit dem Arbeitsgang, der Person und der Arbeitsstation. Der Order Item Report bietet die Sicht auf die Auftragsposition; Soll-Ist-Auswertungen ermöglichen den Vergleich geplanter Dauern mit erfassten Produktionszeiten. Statt jemanden zu fragen, warum ein Auftrag im letzten Monat länger gedauert hat, können Sie direkt bei dem Arbeitsgang ansetzen, der seinen Zeitansatz überschritten hat.

Legen Sie fest, wofür eine Zeitbuchung steht, bevor Sie sie für die Kalkulation verwenden. Setzen Sie eine erfasste Produktionsdauer nicht automatisch sowohl als direkte Arbeitszeit als auch als Maschinenzeit an. Die erfasste Stunde muss inhaltlich zu dem Kostensatz passen, mit dem sie bewertet wird.

Gemeinkosten: Definierte Sätze anwenden, Doppelansätze vermeiden

Ein Auftrag beansprucht auch die betriebliche Infrastruktur. Dazu gehören Räume, Anlagenabschreibungen, Instandhaltung und weitere indirekte Fertigungskosten. Ein praktikabler Ansatz für die Auftragskalkulation ist die Normalkostenrechnung: Sie kombiniert tatsächliche Einzelkosten mit Gemeinkosten, die über einen vorab festgelegten Satz verrechnet werden.

Ein Gemeinkostensatz je Maschinenstunde wird beispielsweise auf die entsprechenden Maschinenstunden des Auftrags angewendet. Werden die Lohnkosten des Bedienpersonals separat verrechnet, dürfen sie nicht in der zugrunde liegenden Gemeinkostensumme enthalten sein. Ein pauschaler Werkstattstundensatz, der die Lohnkosten bereits einschließt, muss anders behandelt werden: Würden die direkten Löhne noch einmal hinzugerechnet, wären die Auftragskosten zu hoch.

Dokumentieren Sie die zugrunde liegende Gemeinkostensumme, die Bezugsgröße und die verwendete Version des Verrechnungssatzes zusammen mit der Vor- und Nachkalkulation des Auftrags. Der Leitfaden zu Fertigungsgemeinkosten erläutert, wie Sie diesen Satz berechnen und überprüfen. Entscheidend ist hier ein einheitliches Vorgehen: Auch wenn Gemeinkosten anhand der tatsächlichen Inanspruchnahme verrechnet werden, bleiben sie zugerechnete Kosten. Sie messen nicht exakt, welche Energie-, Miet- und Instandhaltungskosten dieser einzelne Auftrag verursacht hat.

Beispiel einer Nachkalkulation: 100 Halterungen, weniger Marge

Stellen Sie sich vor, ein Zerspanungsbetrieb nimmt einen Auftrag über 100 fertige Halterungen für 8.000 $ an. Zeichnung, Stückzahl und vereinbarter Leistungsumfang bleiben unverändert. Alle 100 Halterungen werden in einwandfreier Qualität fertiggestellt und verkauft. Die folgenden Beträge beziehen sich auf den gesamten Auftrag. Die Zahlen dienen der Veranschaulichung und sind in US-Dollar angegeben.

Der Betrieb setzt für die direkten Lohnkosten 35 $ je Personenstunde an. Für die maschinelle Bearbeitung verrechnet er Gemeinkosten von 30 $ je Maschinenstunde; die unten separat ausgewiesenen direkten Lohnkosten sind darin nicht enthalten. Beide Sätze bleiben für diesen Vergleich unverändert.

KostenpositionUrsprüngliche VorkalkulationNachkalkulation: tatsächliche Einzelkosten plus verrechnete GemeinkostenKostenüberschreitung
Verbrauchtes Einzelmaterial2.400 $2.700 $300 $
Lohnkosten für das Rüsten8 Personenstunden × 35 $ = 280 $12 Personenstunden × 35 $ = 420 $140 $
Lohnkosten für Bearbeitung und Nachbearbeitung32 Personenstunden × 35 $ = 1.120 $38 Personenstunden × 35 $ = 1.330 $210 $
Verrechnete Gemeinkosten der maschinellen Bearbeitung60 Maschinenstunden × 30 $ = 1.800 $72 Maschinenstunden × 30 $ = 2.160 $360 $
Herstellkosten des gesamten Auftrags5.600 $6.610 $1.010 $

Die Summen der Personen- und Maschinenstunden unterscheiden sich, weil die Maschinennutzung getrennt von den direkt geleisteten Personenstunden erfasst wird. Keine der beiden Größen entspricht der kalendarischen Durchlaufzeit des Auftrags.

Nach der ursprünglichen Vorkalkulation blieben nach Abzug der Herstellkosten des Auftrags 2.400 $ beziehungsweise 30 % des Umsatzes übrig. Laut Nachkalkulation sind es noch 1.390 $, also etwa 17,4 %. Diese Margen ergeben sich nach Abzug der ausgewiesenen Herstellkosten, aber vor Vertrieb, allgemeiner Verwaltung und sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Sie sind kein Nettogewinn. Zudem müssen die verrechneten Gemeinkosten noch mit den tatsächlich angefallenen Gemeinkosten des Betriebs abgeglichen werden.

Beim abgeschlossenen Auftrag betragen die Herstellkosten je einwandfreier Halterung 66,10 $ statt der veranschlagten 56 $. Wer jedoch einfach 66,10 $ in die nächste Angebotskalkulation übernimmt, übersieht die wichtigere Frage nach den Ursachen.

Nehmen wir an, die Auswertung ergibt drei Ursachen. Die zusätzlichen Materialkosten von 300 $ entfallen auf ausgesonderte Rohlinge. Wegen einer Unterbrechung musste die Vorrichtung erneut eingerichtet werden, was vier zusätzliche Personenstunden verursachte. Im ursprünglichen Zeitansatz für die Bearbeitung fehlte ein Nachbearbeitungsschritt; darauf entfallen weitere sechs Personenstunden. Die zusätzlichen 12 Maschinenstunden erklären den Anstieg der verrechneten Gemeinkosten um 360 $. Um zu verstehen, wofür diese Maschinenzeit benötigt wurde, muss das Team die Aufzeichnungen zu den Arbeitsgängen prüfen.

Aus diesen Erkenntnissen folgen unterschiedliche Maßnahmen. Der Nachbearbeitungsschritt gehört künftig in den Arbeitsplan und die Vorkalkulation. Bei den ausgesonderten Rohlingen muss der Prozess untersucht werden. Das erneute Rüsten erfordert eine Entscheidung zur Feinplanung oder Auftragsfreigabe – nicht die Annahme, dass jeder künftige Auftrag dieselbe vermeidbare Unterbrechung mitbezahlen sollte.

Die höhere Gemeinkostenverrechnung bedeutet auch nicht, dass der Betrieb 360 $ zusätzlich ausgezahlt hat. Sie zeigt, dass der Auftrag mehr Ressourcen beansprucht hat, auf deren Nutzung die Gemeinkostenverrechnung beruht. Unterscheiden Sie deshalb zwischen den Auswirkungen auf die Ressourcennutzung und denen auf die Ausgaben.

Erst den Auftrag abschließen, dann die Lehren ziehen

Der Versand ist ein guter Anlass für eine Auswertung, aber kein Beleg dafür, dass bereits alle Auftragskosten erfasst sind. Benennen Sie eine verantwortliche Person, die Fertigung und Finanzbereich zusammenbringt, solange die Arbeit noch frisch in Erinnerung ist.

Prüfen Sie zunächst Leistungsumfang und Ergebnis. Wurde die vereinbarte Menge fertiggestellt? Haben eine Zeichnungsänderung, eine zusätzliche Prüfung oder ein Kundenwunsch den Arbeitsumfang verändert? Vergleichen Sie auf gleicher Grundlage. Weisen Sie genehmigte Leistungsänderungen und die zugehörigen Erlöse getrennt von Kostenüberschreitungen beim ursprünglich zugesagten Umfang aus.

Prüfen Sie anschließend die Vollständigkeit: noch nicht gebuchte Zeiten, noch nicht zurückgegebenes Material, Kosten für Fremdbearbeitung und weitere erwartete Kosten. Kennzeichnen Sie das Ergebnis als vorläufig, wenn noch wesentliche Kosten fehlen, und legen Sie dafür Verantwortliche und einen Prüftermin fest. Führen Sie unfertige Erzeugnisse weiterhin gesondert, statt deren gesamte Kosten den bereits versandten Einheiten zuzurechnen.

Erklären Sie dann die wesentlichen Abweichungen. Beginnen Sie beim Material oder Arbeitsgang, bei dem sich etwas geändert hat, statt pauschal auf eine ineffiziente Auftragsabwicklung zu schließen. Fehlende Aufzeichnungen, eine unzureichende Vorkalkulation, neue Anforderungen, Nacharbeit oder fehlende Voraussetzungen zum geplanten Start erfordern unterschiedliche Maßnahmen. Eine längere Dauer zeigt, wo Sie nachforschen sollten; sie beweist nicht, dass das Bedienpersonal schlecht gearbeitet hat.

Legen Sie zum Abschluss eine konkrete Änderung und eine dafür verantwortliche Person fest:

  • Eine Annahme in der Angebotskalkulation war falsch. Passen Sie für künftige vergleichbare Aufträge den Materialansatz, die Rüst- oder Bearbeitungszeit, den betreffenden Verrechnungssatz oder die erforderliche Fremdleistung an. Bewahren Sie die ursprüngliche Vorkalkulation auf, damit die ursprüngliche Abweichung nachvollziehbar bleibt.
  • Die Anforderungen des Kunden haben sich geändert. Verbessern Sie die Freigabe und Preisfestlegung für Änderungen, bevor Sie die zusätzlichen Arbeiten freigeben.
  • In der Fertigung ging unnötig Zeit verloren. Korrigieren Sie den Prozess oder die Bedingungen, die den Zeitverlust verursacht haben. Prüfen Sie dann am nächsten vergleichbaren Auftrag, ob die Maßnahme gewirkt hat.

Erhöhen Sie nicht bei jeder Überschreitung die Standardansätze. Sonst deckt das nächste Angebot womöglich einen ineffizienten Prozess ab, ohne ihn zu verbessern. Kalkulieren Sie umgekehrt auch nicht weiter mit einer Idealzeit, die in der Praxis nicht erreichbar ist. Verwenden Sie realistische Ansätze und machen Sie zugleich die angestrebte Verbesserung sichtbar und überprüfbar.

Das nächste Angebot so planen, dass die Fertigung es umsetzen kann

Auch ein besserer Kostenansatz braucht einen umsetzbaren Produktionsplan. Muss bei einem Auftrag erneut zusätzlich gerüstet werden, weil andere Aufträge ihn unterbrechen, oder entstehen Wartezeiten, weil das benötigte Material fehlt oder der vorgelagerte Arbeitsgang noch nicht fertig ist, hat die Nachkalkulation ein Koordinationsproblem aufgedeckt.

Mit SkyPlanner können Sie diese Erkenntnisse aus der Fertigung in die Planung der nächsten Arbeiten einfließen lassen. Die Planungs-KI Arcturus berechnet die zeitliche Einordnung der Arbeitsgänge anhand der festgelegten Arbeitsstationen, Schichten, Bediener, Dauern, Abhängigkeiten und Prioritäten. Ist die materialabhängige Planung aktiviert, fließt auch die Materialverfügbarkeit in die Berechnung ein. Das Gantt-Diagramm zeigt den daraus entstehenden gemeinsamen Plan.

Für den Auftrag über die Halterungen bedeutet das: Sein Arbeitsplan wird gemeinsam mit den anderen Aufträgen eingeplant, die dieselben Kapazitäten für Bearbeitung und Nachbearbeitung benötigen. Die Abteilungen müssen also nicht jeweils ihre eigene, isolierte Warteschlange korrigieren. Sie setzen Prioritäten und sichern Entscheidungen durch Sperren ab; Arcturus übernimmt die Berechnung der Feinplanung. Ändern sich Auslastung oder Verfügbarkeit, macht eine Neuberechnung des zusammenhängenden Plans die Auswirkungen auf nachfolgende Arbeiten sichtbar, ohne dass jede Zuordnung von Hand neu erstellt werden muss.

Diese Kombination spricht hier für SkyPlanner: Ist-Daten aus der Fertigung helfen Ihnen, den letzten Auftrag fundierter zu erklären. Eine abgestimmte Feinplanung hilft, vermeidbare Koordinationsverluste beim nächsten Auftrag zu verhindern. Das verbessert sowohl die Grundlage Ihrer Angebotskalkulation als auch die Nutzung der dafür benötigten Kapazitäten. SkyPlanner lässt sich über seine offene REST API mit jedem ERP- oder MES-System integrieren. So verbinden Sie die Feinplanung mit den Systemen, die Sie bereits für Aufträge und Kalkulation nutzen.

Was sich dadurch bei Eskomatic verändert hat

Der Lohnzerspaner Eskomatic organisierte die Auftragsreihenfolge früher weitgehend von Hand in einem in die Jahre gekommenen ERP- und Produktionssteuerungssystem. Da die Materialverfügbarkeit nur eingeschränkt sichtbar war, ließen sich Engpässe schwerer erkennen, bevor sie die Arbeit unterbrachen.

Durch die Anbindung von SkyPlanner an das bestehende ERP erhielt das Unternehmen eine visuelle Übersicht der anstehenden Arbeiten und eine automatische Kapazitätsbelegungsplanung. Das Unternehmen berichtet von weniger Produktionsunterbrechungen durch Materialmangel und einer genaueren Festlegung von Lieferterminen. Das Team konnte die bevorstehende Auslastung besser überblicken und früher reagieren.

Daraus lässt sich für die Nachkalkulation eine praktische Lehre ziehen: Zu wissen, dass ein Auftrag die kalkulierten Kosten überschritten hat, ist erst der Anfang. Wenn das Team die Voraussetzungen für den Arbeitsbeginn verbessert und die Auftragsreihenfolge auf gemeinsam genutzten Ressourcen besser abstimmt, kann es eine wiederkehrende Ursache angehen. Den vollständigen Erfahrungsbericht finden Sie in der Bewertung von SkyPlanner durch Eskomatic.

Besprechen Sie die Kostenüberschreitung eines Auftrags in einer SkyPlanner-Demo

Wählen Sie einen kürzlich abgeschlossenen Auftrag, dessen Marge Sie enttäuscht hat. Bringen Sie die ursprüngliche Kalkulation, den Materialverbrauch, die geplanten und erfassten Zeiten sowie den Arbeitsplan mit, der zeigt, welche gemeinsam genutzten Ressourcen der Auftrag durchläuft. Berücksichtigen Sie auch andere Aufträge oder Engpässe, die sich auf diesen Auftrag ausgewirkt haben.

Buchen Sie eine SkyPlanner-Demo und erkunden Sie, wie Produktionsreporting und eine aufeinander abgestimmte Feinplanung den nächsten Durchlauf dieses Auftrags verbessern könnten. Damit haben Sie einen konkreten Ausgangspunkt: Welcher Kalkulationsansatz muss korrigiert werden, wo bindet die Abstimmung Kapazität und was sollte ein besserer Plan ändern? Wenn Sie sich zunächst selbst umsehen möchten, testen Sie SkyPlanner mit Demodaten.

Jussi Mäntylä

Experte für Produktionsplanung, SkyPlanner

Erstellen Sie mit SkyPlanner einen klareren Produktionsplan

Verbinden Sie Ihre Daten, prüfen Sie den ersten Plan und behalten Sie bei jedem freigegebenen Plan die Kontrolle in der Hand Ihrer Planer.