Integrationen / ERP / Oracle NetSuite
Bietet NetSuite eine Feinplanung? Eigene Funktionen und SkyPlanner APS
Oracle NetSuite plant die Fertigung mit unbegrenzter Kapazität, sofern Sie nicht die Advanced Manufacturing SuiteApp ergänzen. Laut Oracles eigener Dokumentation gilt für diese Planung: „doesn’t account for current work center capacity or resource use.“ (Sie berücksichtigt weder die aktuelle Kapazität der Arbeitsstationen noch die Ressourcennutzung.) Advanced Manufacturing ergänzt einen Finite Scheduling-Lauf, der Fertigungsaufträge in einer vom Planer festgelegten Reihenfolge freigibt.
Bei diesem Lauf legt der Planer die Freigabereihenfolge fest und führt die Freigabe bei Änderungen erneut aus. Betriebe, die ihren Ablaufplan berechnen lassen wollen, setzen SkyPlanner APS ergänzend zu NetSuite ein. Damit erhalten sie:
- eine berechnete Reihenfolge für jede Maschine, jede Person und jedes Werkzeug
- eine Planung, die reihenfolgeabhängige Umrüstungen, gemeinsam genutzte Werkzeuge und mehrere Bediener pro Arbeitsgang berücksichtigt
- eine Planung, die die zeitliche Materialverfügbarkeit berücksichtigt
- einen Ablaufplan, der sich bei Änderungen auf dem Shopfloor selbst neu berechnet
So plant NetSuite die Fertigung – Schritt für Schritt
1. Arbeitsstationen und Arbeitskalender
Eine Arbeitsstation in NetSuite ist kein Maschinendatensatz. Es handelt sich um eine statische Group (Lists > Relationships > Groups, Oracle), bei der das Kontrollkästchen Manufacturing Work Center aktiviert ist. Auf der Unterregisterkarte Manufacturing Work Center Settings sind für die Gruppe die Felder Machine Resources, Labor Resources und Work Calendar hinterlegt. Die Ressourcenanzahl ist standardmäßig jeweils auf 0 gesetzt, der Kalender auf Default Work Calendar.
In der Standardfertigung wird die Kapazität je Arbeitsstation durch die Maschinenanzahl, die Mitarbeiteranzahl und einen Kalender abgebildet. Einzelne Betriebsmittel kommen mit der Advanced Manufacturing Work Bench hinzu (Schritt 5).
2. Arbeitspläne mit Manufacturing Routing
Der Datensatz Manufacturing Routing (REST: manufacturingRouting) enthält die Arbeitsgänge für eine Baugruppe. Jeder Arbeitsgang hat die Felder Operation Sequence, Operation Name, Manufacturing Work Center, Setup Time und Run Rate sowie Einstellungen für den Zeitversatz (Auto-calculate Lag, Lag Type, Lag Amount, Lag Unit). Setup Time gibt die Rüstzeit in Minuten pro Auftrag an, Run Rate die Bearbeitungszeit in Minuten pro Einheit. NetSuite nutzt beide Werte zusammen mit dem Arbeitskalender, um die Arbeitsgänge zeitlich einzuplanen. Wenn ein Fertigungsauftrag einen Arbeitsplan verwendet, erstellt NetSuite für jeden Arbeitsgang einen Datensatz vom Typ Manufacturing Operation Task (REST: manufacturingOperationTask).
3. Vorwärts- oder Rückwärtsterminierung
Jeder Fertigungsauftrag wird mit einer von zwei Methoden terminiert. Bei Forward Scheduling geben Sie das Production Start Date vor, und NetSuite berechnet den Endtermin. Bei Backward Scheduling geben Sie das Production End Date vor. NetSuite rechnet dann anhand des Arbeitsplans und des Kalenders der Arbeitsstation auf den Starttermin zurück. Damit Sie die Methode für Fertigungsaufträge festlegen können, müssen Sie zunächst die Einstellung Generate Work Orders in Supply Planning aktivieren.
Beide Methoden planen mit unbegrenzter Kapazität. Oracle stellt klar: „NetSuite uses infinite capacity scheduling to schedule work“ (NetSuite plant die Arbeit mit unbegrenzter Kapazität). Zur Strategie heißt es: „can result in resource overloads.“ (kann zu einer Überlastung der Ressourcen führen). Jeder Fertigungsauftrag wird anhand seines Arbeitsplans und Kalenders so terminiert, als stünde ihm die Arbeitsstation allein zur Verfügung. Zehn Fertigungsaufträge, die am Freitag fällig sind, können so alle am Donnerstag auf derselben Arbeitsstation landen. Oracle warnt außerdem, dass ein rückwärts berechneter Starttermin „may be a date in the past, prior to the current date.“ (in der Vergangenheit, also vor dem aktuellen Datum, liegen kann).
4. Supply Planning und Rough-Cut Capacity Planning
Demand Planning, Supply Planning und der Master Production Schedule legen fest, was gefertigt werden soll und wann es benötigt wird. Für die Kapazitätsprüfung gibt es zwei Funktionen:
- Rough-Cut Capacity Planning (RCCP) in der Standardfertigung (Transactions > Manufacturing > Capacity Planning). Die Funktion vergleicht die Kapazität der Arbeitsstationen mit den geplanten Zeiten aus Fertigungsaufträgen und geplanten Fertigungsaufträgen. Sie bietet „a mid- to long-term view,“ (eine mittel- bis langfristige Sicht) und kennzeichnet Über- und Unterlasten.
- Rough Cut Capacity Planning (RCP) in Advanced Manufacturing (Advanced Manufacturing > Capacity Planning > Capacity Planning > Create Plan). Die Funktion zeigt die prozentuale Auslastung der Arbeitsstationen über einen Planungszeitraum und ermöglicht Was-wäre-wenn-Szenarien.
Beides sind Kapazitätsberichte. Keine der beiden Funktionen verschiebt auch nur einen Arbeitsgang.
5. Advanced Manufacturing: Work Bench und Betriebsmittel
Die Advanced Manufacturing SuiteApp ergänzt jeden Arbeitsgang im Arbeitsplan um einen Manufacturing Work Bench-Datensatz. Dort definieren Sie Betriebsmittel, Zeitabstände, Personalbedarf, Arbeitsanweisungen, Materialverbrauch und Planzeiten. Die Arbeitsgangfolge, die Arbeitsgangbezeichnung und die Arbeitsstation in der Work Bench müssen mit dem NetSuite-Arbeitsplan übereinstimmen.
6. Finite Scheduling: Reihenfolge und Freigabe
Hier kommt die Feinplanung ins Spiel. Der Planer öffnet Advanced Manufacturing > Finite Scheduling > Release Work Orders und geht die Eingabemaske durch:
- Anzeigefilter setzen: Location, Production Class, Horizon Start (muss ein Montag sein) und Horizon End, Planned Orders, Released Orders.
- Schedule Date, Schedule Method (vorwärts oder rückwärts) und den Umgang mit Child Work Orders wählen.
- Bei jedem Fertigungsauftrag WO Release aktivieren – in der Reihenfolge, in der die Aufträge freigegeben werden sollen. Das Feld Sequence wird dabei ausgefüllt und lässt sich bearbeiten.
- Auf Sort Demand klicken, bei Bedarf auf Preview Schedule und anschließend auf Release Work Orders.
Bei der Freigabe setzt NetSuite die Start- und Endtermine der Arbeitsgänge gemäß der Feinplanung neu. Standardmäßig wird jeder Arbeitsgang einem einzelnen Betriebsmittel zugeordnet – demjenigen, das am frühesten verfügbar ist. Der Planer kann eine parallele Belegung festlegen, sodass ein Arbeitsgang auf mehreren Betriebsmitteln gleichzeitig läuft.
Oracle beschreibt die Feinplanung in Advanced Manufacturing so: „optimizes work center throughput“ (optimiert den Durchsatz der Arbeitsstationen) und „considers the facility’s current and future capacity.“ (berücksichtigt die aktuelle und künftige Kapazität des Betriebs). Weiter heißt es: „Planners can influence both the work order sequence and the number of assets that a work order can use at one time.“ (Planer können sowohl die Reihenfolge der Fertigungsaufträge als auch die Anzahl der Betriebsmittel beeinflussen, die ein Fertigungsauftrag gleichzeitig nutzen kann.) Das sind die beiden Stellhebel.
Was Oracle dokumentiert und was dem Planer überlassen bleibt
- Die Standardfertigung plant mit unbegrenzter Kapazität. Ohne Advanced Manufacturing zeigen sich Überlastungen auf dem Shopfloor, nicht im Plan. (Oracle)
- Die Reihenfolge legt der Planer fest. Oracle: „work orders must be released in sequence after they are created.“ (Fertigungsaufträge müssen nach ihrer Erstellung in der vorgesehenen Reihenfolge freigegeben werden.) Der Planer aktiviert WO Release oder bearbeitet das Feld Sequence. Oracle nennt die Reihenfolge der Fertigungsaufträge ausdrücklich als Stellhebel für den Planer. (Oracle)
- Kurze Planungshorizonte werden empfohlen. Um die Verarbeitungszeit zu begrenzen, rät Oracle: „keep horizon periods as short as possible. Generally less than one week.“ (Halten Sie die Planungshorizonte so kurz wie möglich, in der Regel kürzer als eine Woche.) In der Praxis ergibt sich mit Finite Scheduling ein wöchentlicher Freigaberhythmus. (Oracle)
- Umplanen erfordert eine neue Freigabe. „The planner can review existing commitments to capacity and re-schedule them when necessary.“ (Der Planer kann bestehende Kapazitätsbelegungen prüfen und bei Bedarf neu terminieren.) Der Zweck des Filters Released Orders wird so beschrieben: „to reschedule released work orders,“ (freigegebene Fertigungsaufträge neu zu terminieren). Dafür führt der Planer die Freigabe erneut aus. (gleiche Quelle)
- Geplante Fertigungsaufträge werden nur teilweise abgedeckt. „Planned status work orders don’t support full or end-to-end scheduling, even when Auto-Scheduling is enabled.“ (Fertigungsaufträge im Status Planned unterstützen keine vollständige oder durchgängige Terminierung, auch wenn Auto-Scheduling aktiviert ist.) (Oracle)
- Ohne Arbeitsplan keine Feinplanung. „Work orders not associated with a NetSuite routing should not be scheduled.“ (Fertigungsaufträge, denen kein NetSuite-Arbeitsplan zugeordnet ist, sollten nicht terminiert werden.) (Oracle)
- Die parallele Belegung hat eine Obergrenze. „The number of concurrent assets shouldn’t exceed the number of assets assigned to the manufacturing work bench operation sequence.“ (Die Anzahl gleichzeitig genutzter Betriebsmittel sollte nicht höher sein als die Anzahl der Betriebsmittel, die dem Arbeitsgang in der Manufacturing Work Bench zugeordnet sind.) (Oracle)
- Die Rüstzeit ist ein Wert im Arbeitsplan. Setup Time gibt am Arbeitsgang die Minuten pro Auftrag an. Der Wert bleibt gleich, unabhängig davon, was zuvor auf der Arbeitsstation lief. (Oracle)
- Jede Arbeitsplanänderung muss doppelt gepflegt werden. Jeder Arbeitsgang benötigt einen eigenen Work Bench-Datensatz mit übereinstimmender Folgenummer, Arbeitsgangbezeichnung und Arbeitsstation. Eine Änderung am Arbeitsplan muss deshalb auch in der Work Bench vorgenommen werden. (Oracle)
In der Praxis heißt das: Der Planer steuert den Freigaberhythmus und legt die Reihenfolge anhand seiner Erfahrung fest. Bei jedem Maschinenstillstand und jedem Eilauftrag ist ein neuer Freigabelauf nötig.
Wann die NetSuite-eigenen Planungsfunktionen ausreichen
Die NetSuite-eigenen Werkzeuge reichen unter folgenden Bedingungen aus:
- Sie haben wenige Ressourcen und eine geringe Produktvielfalt. Ein oder zwei Engpässe, stabile Arbeitspläne und wiederkehrende Produkte: Hier genügen eine Planung mit unbegrenzter Kapazität, Rough-Cut Capacity Planning und ein Planer, der die Auslastung per Sichtprüfung kontrolliert.
- Sie nutzen bereits Advanced Manufacturing und haben eine einfach strukturierte Fertigung. Ein Betriebsmittel pro Arbeitsgang, kurze Arbeitspläne, ein wöchentlicher Rhythmus und ein Planer, der die Reihenfolge gerne von Hand festlegt: Das deckt Finite Scheduling ab.
- Sie betreiben Lagerfertigung mit langen Vorlaufzeiten. Wenn Supply Planning den Einkauf steuert und eine grobe Kapazitätsprüfung genügt, bringt eine detaillierte Terminierung der Arbeitsgänge wenig Zusatznutzen.
Sobald die Produktvielfalt wächst, Eilaufträge mitten in der Woche eingehen oder Bediener zum Engpass werden, zeigen sich die folgenden Anzeichen.
Wann Sie ein System für die Feinplanung brauchen
Wenn mehrere der folgenden Punkte zutreffen, reichen die NetSuite-eigenen Werkzeuge nicht mehr aus:
- Die wöchentliche Freigabereihenfolge passt schon am Dienstag nicht mehr, und der Planer baut sie mehrmals pro Woche neu auf.
- Liefertermine werden aus Vorlaufzeiten abgeleitet, und der Vertrieb sagt immer wieder Termine zu, die die Fertigung nicht einhalten kann.
- Die Umrüstzeit hängt davon ab, welches Produkt zuvor gefertigt wurde. Mit der richtigen Reihenfolge ließen sich jede Woche Stunden einsparen.
- Arbeitsgänge warten auf ein Werkzeug, eine Vorrichtung oder Material, das im Ablaufplan nicht berücksichtigt wurde. Oder zwei Maschinen benötigen gleichzeitig dasselbe Werkzeug.
- Manche Arbeitsgänge benötigen zwei oder drei Bediener gleichzeitig, doch der Plan zeigt nicht, wer verfügbar ist.
- Bediener, Schichten und Abwesenheiten bestimmen die tatsächliche Kapazität – nicht die im Feld Labor Resources hinterlegte Anzahl in der Gruppe einer Arbeitsstation.
- Sie nutzen Advanced Manufacturing nicht und möchten es nicht allein für die Feinplanung einführen.
Worauf Sie achten sollten
- Feinplanung je Ressource, unter Berücksichtigung der tatsächlich verfügbaren Kapazität, von Schichten, Personal, Urlaub und Überstunden – nicht nur je Arbeitsstationsgruppe.
- Automatische Reihenfolgeplanung nach Fälligkeitsterminen und Prioritäten, damit die Reihenfolge berechnet und nicht von Hand festgelegt wird.
- Reihenfolgeabhängige Umrüstungen: Für jedes Produktpaar ist in beiden Wechselrichtungen eine Umrüstzeit hinterlegt, die bei der Reihenfolgeplanung berücksichtigt wird.
- Werkzeugverfügbarkeit in der Feinplanung berücksichtigen, damit ein Werkzeug nie gleichzeitig an zwei Arbeitsstationen eingeplant wird.
- Mehrere Bediener je Arbeitsgang und alternative Maschinen und Mitarbeiter, wenn die primär vorgesehene Ressource ausfällt.
- Materialprüfung zum geplanten Start jedes Arbeitsgangs, unter Berücksichtigung der Lagerbestände und noch offener Materialbestellungen.
- Laufende Neuplanung, wenn Arbeitsgänge später fertig werden, eine Maschine stillsteht oder sich ein Auftrag ändert.
- Eine grafische Zeitleiste, die Planer bearbeiten können, und Rückmeldungen vom Shopfloor, auf die der Plan reagiert.
- Eine NetSuite-Anbindung, die für 2026 und die Folgejahre ausgelegt ist. Ab 2026.1 sollen neue Integrationen laut Oracle auf REST-Webservices mit OAuth 2.0 basieren. Ab 2027.1 können keine neuen SOAP- oder TBA-Integrationen mehr erstellt werden. In 2028.2 werden sämtliche SOAP-Endpunkte deaktiviert. Größere Datenmengen werden über SuiteQL abgerufen (
POST /services/rest/query/v1/suiteql, bis zu 100.000 Ergebnisse pro Abfrage). - Ein kurzer Test mit Ihren eigenen Daten, bevor jemand Code für die Integration schreibt.
Wie SkyPlanner NetSuite ergänzt
SkyPlanner APS ist eine Cloud-Lösung für die Feinplanung, die neben NetSuite eingesetzt wird. Artikel, Stücklisten, Einkauf, Lagerbestände und Finanzen bleiben in NetSuite. SkyPlanner berechnet für jede Arbeitsstation, jede Person und jedes Werkzeug die Reihenfolge und übernimmt die Neuplanung – Aufgaben, die Finite Scheduling dem Planer überlässt.
Gemessen an der obigen Checkliste:
- Reihenfolge berechnen statt manuell festlegen. Die Arcturus-Engine erstellt in Sekunden einen Feinplan – anhand von Fälligkeitsterminen, Prioritäten, Kundenpriorität und Ihren Regeln. Planer passen ihn in einer interaktiven Gantt-Zeitleiste an.
- Ein laufend aktualisierter Plan statt wöchentlicher Freigabe. Autopilot plant automatisch neu, wenn sich in der Produktion etwas ändert. Fixierungen und Prioritäten bleiben in Ihrer Hand.
- Umrüstzeiten nach Reihenfolge. Die Rüstzeitmatrix enthält richtungsabhängige Umrüstzeiten zwischen Produkten (Blau auf Rot 30 Minuten, Rot auf Blau 60). Die Engine wählt die Reihenfolge mit dem geringsten Rüstaufwand. Rüst- und Abrüstzeiten werden je Arbeitsgang berücksichtigt.
- Werkzeuge, Personal und Alternativen. Werkzeuge sind gemeinsam genutzte Ressourcen mit begrenzter Kapazität: Ein Werkzeug, das an einer Arbeitsstation im Einsatz ist, wird nicht gleichzeitig an einer anderen eingeplant. Einem Arbeitsgang können mehrere Bediener gleichzeitig zugewiesen werden. Ist die primär vorgesehene Maschine oder Person nicht verfügbar, berücksichtigt die Engine die Alternativen. Arbeitsstationsgruppen und Wirkungsgrade sind Teil des Modells.
- Material im Plan berücksichtigen. Für jeden Arbeitsgang werden Lagerbestände und offene Bestellungen geprüft: Bestelltes Material gilt zum Liefertermin der Bestellung als verfügbar.
- Keine Work Bench nachbilden. SkyPlanner verwaltet eigene Prozessschritte. Sie benötigen daher weder Advanced Manufacturing noch einen Work Bench-Datensatz für jeden Arbeitsplanschritt.
- Shopfloor-Rückmeldungen im selben System. Bediener sehen ihren Arbeitsvorrat und erfassen ihre Arbeit per Smartphone oder Tablet mit Mobile Confirmations, Production Timer und Quick Log Mode.
Wählen Sie SkyPlanner, wenn Ihr Planer die Freigabereihenfolge mehrmals pro Woche neu aufstellt.
Wählen Sie SkyPlanner, wenn Umrüstzeiten von der Produktreihenfolge abhängen oder ein gemeinsam genutztes Werkzeug oder ein dreiköpfiges Team bestimmt, was gefertigt werden kann.
Wählen Sie SkyPlanner, wenn Ihre Planung berücksichtigen muss, dass bestelltes Material erst noch geliefert wird.
Wählen Sie SkyPlanner, wenn Sie Advanced Manufacturing nicht allein für die Feinplanung einführen möchten.
UTU Oy, ein Hersteller von Schaltverteilern und Schaltanlagen im finnischen Ulvila, plant seine Produktion mit SkyPlanner als Ergänzung zu Oracle NetSuite. Das betreuende ERP-Beratungsunternehmen stellte drei Lösungen für die Feinplanung vor. UTU entschied sich wegen der Flexibilität und des modularen Aufbaus für SkyPlanner. Im September 2025 ging UTU mit SkyPlanner in den Livebetrieb, integriert mit NetSuite und dem Lohnabrechnungssystem von UTU.
SkyPlanner tauscht Daten mit NetSuite in beide Richtungen aus. Fertigungsaufträge, Arbeitspläne, Arbeitsstationen, Artikel und Bestellungen werden übernommen. Geplante Arbeitsgangtermine, Fortschritt und erfasste Stunden werden zurückgemeldet. Webhooks übertragen Planänderungen, sobald sie eintreten.
Keine zwei NetSuite-Umgebungen sind gleich eingerichtet. Das SkyPlanner-Team stimmt die Integration während des Onboardings auf Ihre Arbeitspläne, Arbeitsstationen und benutzerdefinierten Felder ab und betreut sie auch nach dem Produktivstart. Ihr NetSuite-Partner oder Ihre Entwickler können die Anbindung auch selbst über die dokumentierte REST API von SkyPlanner umsetzen (API-Referenz, SkyPlanner-Dokumentation). Dafür genügt ein API-Schlüssel.
Starten Sie mit CSV-Exporten aus NetSuite in der kostenlosen 30-Tage-Testphase (bis zu 20 Arbeitsstationen, keine Kreditkarte erforderlich). So sehen Sie Ihren eigenen Feinplan, bevor ein Integrationsprojekt beginnt. Danach starten die Preise ab 199 € pro Monat, inklusive 5 Arbeitsstationen, mit monatlicher Abrechnung und jederzeitiger Kündigungsmöglichkeit. Für die Integration erhalten Sie vorab zusammen mit Ihrem Tarif ein Angebot, das auf Ihre Prozesse und Anforderungen abgestimmt ist. So kennen Sie die Gesamtkosten, bevor Sie starten. Die Implementierung ist normalerweise innerhalb weniger Wochen nach Beginn des Onboardings abgeschlossen. Sie planen also schon nach wenigen Wochen im Livebetrieb statt erst nach einem langen Projekt.
Einen Überblick finden Sie unter SkyPlanner APS für NetSuite. Die technische Umsetzung beschreibt der Leitfaden zur NetSuite-Integration.
Erfahrungen von Fertigungsunternehmen mit SkyPlanner
2 hjede Woche eingespart
„Mit SkyPlanner haben wir den Schritt von Excel-Tabellen in der Produktionsplanung zur Produktionsoptimierung in Echtzeit geschafft.“
Kalle Kalliomäki, Supply-Chain-Spezialist
UTU · Elektrische Schaltverteiler und Schaltanlagen
Die Produktionsplanung spart jede Woche 2 Stunden Arbeitszeit, und ein neuer Arbeitsvorrat erreicht die Fertigungslinie in Sekunden.
+90%Produktionseffizienz
„Die Effizienz in der Produktion ist um 90% gestiegen.“
Abdul Rucyinga, IT-Leiter
Laboratory & Allied · Pharmazeutische Fertigung
Die Produktionseffizienz ist um 90% gestiegen. Ein optimierter Plan für drei Monate über alle Arbeitsstationen hinweg lässt sich in weniger als 30 Minuten erstellen.
6 Monatefreie Kapazitäten für den Vertrieb im Voraus sichtbar
„SkyPlanner schafft eine verlässliche Grundlage für die gesamte Produktionsplanung.“
Anu Järvinen, Produktionsleiterin
Fredman Operations · Lebensmittelechte Verpackungspapiere
Der Vertrieb sieht freie Kapazitäten sechs Monate im Voraus. Anfragen zu Planänderungen, deren Beantwortung früher eine Stunde oder länger dauerte, werden in Sekunden beantwortet.
98%Liefertreue, gestiegen von etwa 50%
„SkyPlanner spielt eine entscheidende Rolle dabei, unsere Liefertreue aufrechtzuerhalten.“
Hannu Lahtinen, Geschäftsführer
KJH-Comp · Blechbearbeitung und Auftragsfertigung
Die Liefertreue stieg von rund 50% auf bis zu 98%. Für die Feinplanung wird heute nur noch eine Führungskraft statt zwei benötigt.
Häufige Fragen
Bietet NetSuite ein Tool für die Feinplanung?
Ja. NetSuite terminiert Fertigungsaufträge im Standard vorwärts oder rückwärts anhand von Manufacturing Routing und den Kalendern der Arbeitsstationen. Dabei wird unbegrenzte Kapazität angenommen. Die Advanced Manufacturing SuiteApp ergänzt Finite Scheduling. Damit legt der Planer die Reihenfolge der Fertigungsaufträge fest und gibt sie unter Berücksichtigung der Anlagenverfügbarkeit frei.
Was unterscheidet die Feinplanung von der Planung mit unbegrenzter Kapazität in NetSuite?
Bei der Planung mit unbegrenzter Kapazität wird jeder Fertigungsauftrag anhand seines Arbeitsplans und Kalenders terminiert. Welche anderen Aufträge die Arbeitsstation bereits belasten, bleibt unberücksichtigt. Finite Scheduling in Advanced Manufacturing plant Fertigungsaufträge auf verfügbaren Anlagen ein – in der Reihenfolge, in der der Planer sie freigibt. Oracle empfiehlt dafür Planungshorizonte, die in der Regel unter einer Woche liegen.
Bietet NetSuite eine Kapazitätsgrobplanung?
Ja, an zwei Stellen. In der Standardfertigung gibt es Rough-Cut Capacity Planning unter Transactions > Manufacturing > Capacity Planning. Advanced Manufacturing bietet eigene RCP-Pläne. Beide stellen die Belastung der verfügbaren Kapazität je Arbeitsstation gegenüber. Keines der beiden Verfahren erstellt einen zeitlichen Ablaufplan für die Arbeitsgänge.
Benötige ich Advanced Manufacturing, um SkyPlanner APS mit NetSuite zu nutzen?
Nein. SkyPlanner übernimmt die Feinplanung selbst. Als Eingabedaten genügen daher die Fertigungsaufträge, Arbeitspläne und Arbeitsstationen aus NetSuite im Standard.
Kann SkyPlanner reihenfolgeabhängige Umrüstungen und gemeinsam genutzte Werkzeuge berücksichtigen?
Ja. Die Rüstzeitmatrix legt für jedes Produktpaar je Wechselrichtung eine Umrüstzeit fest. Die Engine wählt die Reihenfolge mit dem geringsten Rüstaufwand. Werkzeuge sind Ressourcen mit begrenzter Kapazität: Ein Werkzeug, das an einer Arbeitsstation im Einsatz ist, wird nicht gleichzeitig an einer anderen eingeplant. Arbeitsgänge können mehrere Bediener gleichzeitig erfordern. Fällt die primär vorgesehene Ressource aus, nutzt die Engine alternative Maschinen oder Mitarbeiter.