{"id":105328,"date":"2026-10-21T21:17:22","date_gmt":"2026-10-21T21:17:22","guid":{"rendered":"https:\/\/skyplanner.ai\/?p=105328"},"modified":"2026-10-21T21:17:53","modified_gmt":"2026-10-21T21:17:53","slug":"abc-analyse-im-lager","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/skyplanner.ai\/de\/ressourcen\/abc-analyse-im-lager\/","title":{"rendered":"ABC-Analyse im Lager: Klassen praxisgerecht berechnen"},"content":{"rendered":"<div class=\"gb-container gb-container-article01 article-main-content-container\">\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">ABC-Analyse im Lager: Klassen praxisgerecht berechnen<\/h1>\n\n<div class=\"gb-container gb-container-article02\">\n\n<p><a href=\"\/de\/\">Startseite<\/a> &raquo; <a href=\"https:\/\/skyplanner.ai\/de\/ressourcen\/\">Ressourcen<\/a> &raquo; ABC-Analyse im Lager: Klassen praxisgerecht berechnen<\/p>\n\n\n<p class=\"yoast-reading-time__wrapper\"><span class=\"yoast-reading-time__icon\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-icon=\"clock\" width=\"20\" height=\"20\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" style=\"display:inline-block;vertical-align:-0.1em\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 24 24\"><path stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\" stroke-width=\"2\" d=\"M12 8v4l3 3m6-3a9 9 0 11-18 0 9 9 0 0118 0z\"><\/path><\/svg><\/span><span class=\"yoast-reading-time__spacer\" style=\"display:inline-block;width:1em\"><\/span><span class=\"yoast-reading-time__descriptive-text\">Gesch\u00e4tzte Lesezeit: <\/span><span class=\"yoast-reading-time__reading-time\">10<\/span><span class=\"yoast-reading-time__time-unit\"> Minuten<\/span><\/p>\n\n<\/div>\n<div class=\"gb-container gb-container-article03\">\n\n<p>Die ABC-Analyse im Lager ordnet Artikel nach ihrem Jahresverbrauchswert ein: der in einem Jahr verbrauchten Menge multipliziert mit den Kosten je Einheit. A-Artikel machen den gr\u00f6\u00dften Anteil dieses Werts aus, B-Artikel den n\u00e4chstgr\u00f6\u00dferen und C-Artikel den Rest. Ziel ist es, den Aufwand f\u00fcr die Bestandssteuerung dort einzusetzen, wo er finanziell am meisten bewirkt.<\/p>\n\n\n<p>F\u00fcr Fertigungsunternehmen stellt sich eine zweite wichtige Frage: Welches fehlende Teil k\u00f6nnte einen Auftrag zum Stillstand bringen? Eine g\u00fcnstige Schraube kann zur Klasse C geh\u00f6ren und trotzdem die gesamte Montage aufhalten. Die ABC-Analyse zeigt, wof\u00fcr das Geld ausgegeben wird \u2013 nicht aber, welche Arbeitsg\u00e4nge ohne Materialrisiko starten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n<p>Legen Sie anhand der Klassifizierung sinnvolle Regeln f\u00fcr Einkauf und Bestandssteuerung fest. Verkn\u00fcpfen Sie anschlie\u00dfend mit SkyPlanner APS die Materialverf\u00fcgbarkeit mit dem Produktionsplan. So erh\u00e4lt auch ein g\u00fcnstiges Fehlteil Aufmerksamkeit, wenn es die Lieferung gef\u00e4hrdet \u2013 nicht nur dann, wenn die j\u00e4hrlichen Ausgaben daf\u00fcr hoch sind.<\/p>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was A, B und C tats\u00e4chlich bedeuten<\/h2>\n\n\n<p>Bei einer Analyse nach Verbrauchswert zeigen die Klassen, auf welche Artikel sich der finanzielle Aufwand konzentriert. Sie sagen nichts \u00fcber Qualit\u00e4t, Gewinnmarge oder Priorit\u00e4t in der Produktion aus.<\/p>\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>A-Artikel<\/strong> bilden den ersten und gr\u00f6\u00dften Anteil am Jahresverbrauchswert. Bei ihnen verdienen Bestandsgenauigkeit, eingegangene Einkaufsverpflichtungen und \u00dcberbest\u00e4nde besondere Aufmerksamkeit.<\/li><li><strong>B-Artikel<\/strong> bilden den n\u00e4chsten Anteil. Standardisierte Kontrollen und regelm\u00e4\u00dfige \u00dcberpr\u00fcfungen sind hier meist sinnvoller, als jeden Artikel als Sonderfall zu behandeln.<\/li><li><strong>C-Artikel<\/strong> bilden den verbleibenden, kleineren Anteil am Verbrauchswert. Hier lassen sich h\u00e4ufig die routinem\u00e4\u00dfige Nachbeschaffung und Verwaltung vereinfachen, ohne die Produktion vermeidbaren Materialengp\u00e4ssen auszusetzen.<\/li><\/ul>\n\n\n<p>Ein g\u00e4ngiger Ausgangspunkt ist, rund 80% des Verbrauchswerts der Klasse A, die n\u00e4chsten 15% der Klasse B und die verbleibenden 5% der Klasse C zuzuordnen. Diese Grenzen sind bewusst gew\u00e4hlte Vorgaben, keine allgemeing\u00fcltigen Regeln. Die tats\u00e4chliche Verteilung in Ihrem Unternehmen kann anders aussehen.<\/p>\n\n\n<p>Das bekannte 80\/20-Prinzip beschreibt, wie sich der Wert auf eine relativ kleine Gruppe von Artikeln konzentrieren kann. Es verlangt nicht, dass genau 20% Ihrer Artikelnummern zur Klasse A geh\u00f6ren. Berechnen Sie zun\u00e4chst die Verteilung, statt die Artikelanzahl in ein vorgegebenes Muster zu zwingen.<\/p>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">So berechnen Sie die ABC-Klassen Ihrer Lagerartikel<\/h2>\n\n\n<p>Beginnen Sie mit einer klar abgegrenzten Grundgesamtheit, etwa den Zukaufmaterialien und -komponenten, die ein Werk verbraucht. Verwenden Sie f\u00fcr alle Artikel denselben Zw\u00f6lfmonatszeitraum und eine einheitliche Kostenbasis. F\u00fchren Sie den Rohmaterialverbrauch und den vollen Wert der Fertigerzeugnisse nicht in einer gemeinsamen Rangliste zusammen, ohne \u00dcberschneidungen zu ber\u00fccksichtigen. Sonst kann derselbe zugrunde liegende Materialwert doppelt gez\u00e4hlt werden.<\/p>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1. Verbrauch und Kosten je Einheit erfassen<\/h3>\n\n\n<p>Erfassen Sie f\u00fcr jede Artikelnummer die im Zeitraum verbrauchte Menge und die Kosten je Einheit. Achten Sie auf \u00fcbereinstimmende Einheiten: Bei einer in St\u00fcck erfassten Menge m\u00fcssen Sie die Kosten je St\u00fcck ansetzen, nicht je Karton. Verwenden Sie in der gesamten Liste dieselbe W\u00e4hrung und eine einheitliche Bewertungsgrundlage.<\/p>\n\n\n<p>Vergangenheitsverbr\u00e4uche sind ein praktikabler Ausgangspunkt. Pr\u00fcfen Sie aber, ob sie auch den k\u00fcnftigen Bedarf abbilden. Ein ausgelaufenes Produkt, ein neuer Vertrag oder ein Zeitraum, in dem Materialengp\u00e4sse den Verbrauch begrenzt haben, k\u00f6nnen die Werte des Vorjahres verzerren. Wenn Sie stattdessen den prognostizierten Jahresverbrauch verwenden, kennzeichnen Sie dies eindeutig und gehen Sie dabei einheitlich vor.<\/p>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">2. Jahresverbrauchswert berechnen<\/h3>\n\n\n<p><strong>Jahresverbrauchswert = j\u00e4hrlich verbrauchte Menge \u00d7 Kosten je Einheit<\/strong><\/p>\n\n\n<p>Dieser Wert beschreibt den Verbrauch \u00fcber ein Jahr, nicht den heutigen Lagerbestand. Ein Artikel kann nur in geringer Menge im Regal liegen und dennoch hohe j\u00e4hrliche Ausgaben verursachen, weil Sie ihn h\u00e4ufig nachbeschaffen.<\/p>\n\n\n<p>Gemeint sind auch nicht der Verkaufspreis oder der Umsatz. Bei dieser Materialanalyse f\u00fcr die Fertigung ordnen Sie die Materialien nach den Kosten ihres Verbrauchs in der Produktion.<\/p>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3. Nach absteigendem Wert sortieren<\/h3>\n\n\n<p>Addieren Sie die Jahresverbrauchswerte zum Gesamtwert und sortieren Sie anschlie\u00dfend die Artikelzeilen absteigend nach ihrem jeweiligen Jahresverbrauchswert. Sortieren Sie nicht allein nach dem Preis je Einheit. Ein g\u00fcnstiges Material, das in sehr gro\u00dfen Mengen verbraucht wird, kann vor einem teuren Teil liegen, das nur gelegentlich ben\u00f6tigt wird.<\/p>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">4. Artikelanteile und kumulierte Anteile berechnen<\/h3>\n\n\n<p><strong>Wertanteil des Artikels = Jahresverbrauchswert des Artikels \u00f7 gesamter Jahresverbrauchswert \u00d7 100%<\/strong><\/p>\n\n\n<p>Den kumulierten Anteil erhalten Sie, indem Sie die Anteile in der sortierten Liste von oben nach unten fortlaufend addieren. An dieser Summe erkennen Sie, wo die Klassengrenzen liegen.<\/p>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">5. Klassen nach einer festgelegten Grenzregel zuweisen<\/h3>\n\n\n<p>Bei einer 80\/15\/5-Aufteilung ordnen Sie die Artikel zun\u00e4chst A zu, bis der kumulierte Wert 80% erreicht oder \u00fcberschreitet. Anschlie\u00dfend f\u00fcllen Sie B, bis 95% erreicht oder \u00fcberschritten sind. Die \u00fcbrigen Artikel geh\u00f6ren zu C. Ordnen Sie jede Artikelnummer vollst\u00e4ndig einer einzigen Klasse zu.<\/p>\n\n\n<p>Bei dieser Regel bleibt der Artikel, mit dem eine Grenze \u00fcberschritten wird, in der gerade gef\u00fcllten Klasse. Steigt der kumulierte Anteil von A mit dem n\u00e4chsten Artikel von 79% auf 83%, bleibt dieser Artikel in A; B beginnt erst in der folgenden Zeile. Eine andere, konsequent angewandte Regel ist ebenfalls m\u00f6glich. Dokumentieren Sie Ihre Regel, damit auch die n\u00e4chste auswertende Person das Ergebnis reproduzieren kann. Behandeln Sie Artikel mit gleichem Wert ebenfalls einheitlich, damit eine ver\u00e4nderte Sortierreihenfolge nicht zu unerkl\u00e4rlichen Klassenwechseln f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Rechenbeispiel: Auch ein C-Artikel kann tausendfach verbraucht werden<\/h2>\n\n\n<p>Nehmen wir an, ein Fertigungsunternehmen analysiert sechs Zukaufmaterialien. Die folgenden Zahlen dienen der Veranschaulichung und sind keine Kundenergebnisse. Der gesamte Jahresverbrauchswert betr\u00e4gt <strong>100.000 $<\/strong>. Die Zeilen sind nach diesem Wert sortiert; bei den beiden wertgleichen Zeilen bleibt die Reihenfolge der urspr\u00fcnglichen Artikelliste erhalten.<\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><thead><tr><th>Material<\/th><th>Jahresverbrauch<\/th><th>Kosten je Einheit<\/th><th>Jahresverbrauchswert<\/th><th>Anteil am Gesamtwert<\/th><th>Kumulierter Anteil<\/th><th>Klasse<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Motoren<\/td><td>200<\/td><td>300,00 $<\/td><td>60.000 $<\/td><td>60%<\/td><td>60%<\/td><td>A<\/td><\/tr><tr><td>Geh\u00e4use<\/td><td>400<\/td><td>50,00 $<\/td><td>20.000 $<\/td><td>20%<\/td><td>80%<\/td><td>A<\/td><\/tr><tr><td>Wellen<\/td><td>600<\/td><td>20,00 $<\/td><td>12.000 $<\/td><td>12%<\/td><td>92%<\/td><td>B<\/td><\/tr><tr><td>Dichtungen<\/td><td>6.000<\/td><td>0,50 $<\/td><td>3.000 $<\/td><td>3%<\/td><td>95%<\/td><td>B<\/td><\/tr><tr><td>Schrauben<\/td><td>30.000<\/td><td>0,10 $<\/td><td>3.000 $<\/td><td>3%<\/td><td>98%<\/td><td>C<\/td><\/tr><tr><td>Etiketten<\/td><td>100.000<\/td><td>0,02 $<\/td><td>2.000 $<\/td><td>2%<\/td><td>100%<\/td><td>C<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n<p>F\u00fcr die Geh\u00e4use lautet die Rechnung: 400 \u00d7 50 $ = 20.000 $. Geteilt durch 100.000 $ ergibt das einen Anteil von 20%. Zusammen mit den 60% der Motoren erreicht der kumulierte Anteil damit 80%; Klasse A ist vollst\u00e4ndig.<\/p>\n\n\n<p>Wellen und Dichtungen steuern weitere 15% bei und schlie\u00dfen B bei 95% ab. Auf Schrauben und Etiketten entfallen die letzten 5%; nach dieser Regel geh\u00f6ren sie daher zu C.<\/p>\n\n\n<p>Beachten Sie, was die Berechnung nicht aussagt. Das Unternehmen verbraucht 30.000 Schrauben, dennoch bleiben sie in C, weil ihre j\u00e4hrlichen Kosten vergleichsweise gering sind. C bedeutet weder selten gebraucht noch veraltet \u2013 und auch nicht, dass ein Fehlbestand unbedenklich w\u00e4re. Ebenso wenig bedeutet A, dass die Motoren in der Auftragsreihenfolge an einer Maschine automatisch Vorrang erhalten sollten.<\/p>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">F\u00fcr jede Klasse passende Steuerungsregeln festlegen<\/h2>\n\n\n<p>Die Klassifizierung bringt erst dann einen Nutzen, wenn sie Ihre Arbeitsweise ver\u00e4ndert. Legen Sie f\u00fcr jede Klasse Regeln zur Bestandssteuerung, eine verantwortliche Person und einen regelm\u00e4\u00dfigen Pr\u00fcfablauf fest, statt lediglich einen Buchstaben im Artikelstamm zu erg\u00e4nzen.<\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><thead><tr><th>Klasse<\/th><th>Schwerpunkt der Bestandssteuerung in der Praxis<\/th><th>Was Sie vermeiden sollten<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>A<\/td><td>Pr\u00fcfen Sie Bestellverpflichtungen und \u00dcberbest\u00e4nde genau. Kontrollieren Sie die Bestandsgenauigkeit h\u00e4ufig, wenn Fehler erhebliche finanzielle Risiken verursachen. Behalten Sie Bedarfs- und Kosten\u00e4nderungen im Blick.<\/td><td>Zus\u00e4tzliche Best\u00e4nde allein deshalb beschaffen, weil ein Artikel zur Klasse A geh\u00f6rt, oder die Best\u00e4nde so stark abbauen, dass die Versorgung unzuverl\u00e4ssig wird.<\/td><\/tr><tr><td>B<\/td><td>Nutzen Sie ein einheitliches Verfahren zur Nachschubversorgung und pr\u00fcfen Sie regelm\u00e4\u00dfig Abweichungen. Untersuchen Sie Artikel genauer, deren Verbrauchswert oder Versorgungssituation sich ver\u00e4ndert.<\/td><td>Die mittlere Gruppe zwischen strengen A-Kontrollen und einfachen C-Routinen vernachl\u00e4ssigen.<\/td><\/tr><tr><td>C<\/td><td>Reduzieren Sie den Abwicklungsaufwand durch passende Verpackungseinheiten, das Zwei-Beh\u00e4lter-Prinzip oder Vereinbarungen mit Lieferanten. Sorgen Sie dabei f\u00fcr eine Absicherung, die dem tats\u00e4chlichen Versorgungsrisiko entspricht.<\/td><td>Geringe j\u00e4hrliche Ausgaben als Freibrief verstehen, Fehlmengen, Haltbarkeit oder die Abh\u00e4ngigkeit der Produktion von diesen Artikeln zu ignorieren.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n<p>Wie h\u00e4ufig Sie Best\u00e4nde z\u00e4hlen und Einkaufsentscheidungen \u00fcberpr\u00fcfen sollten, h\u00e4ngt von Ihrem Betrieb ab. Ein Artikel mit stabilen Verh\u00e4ltnissen und verl\u00e4sslichen Bestandsdaten braucht eine andere Betreuung als einer mit wiederholten Bestandsabweichungen \u2013 auch innerhalb derselben Klasse.<\/p>\n\n\n<p>Ebenso kann eine gr\u00f6\u00dfere Bestellmenge bei einem C-Artikel wirtschaftlich sein, wenn sie wiederholten Einkaufs- und Handhabungsaufwand spart. Das gilt jedoch nicht, wenn das Material verf\u00e4llt oder nicht mehr ben\u00f6tigt wird. Die ABC-Analyse hilft, die Aufmerksamkeit gezielt zu verteilen; sie berechnet weder die optimale Bestellmenge noch den ben\u00f6tigten Sicherheitsbestand.<\/p>\n\n\n<p>Treffen Sie die <a href=\"https:\/\/skyplanner.ai\/de\/ressourcen\/sicherheitsbestand\/\">Entscheidung \u00fcber den Sicherheitsbestand<\/a> separat. Bemessen Sie den Puffer anhand von Unsicherheiten, Wiederbeschaffungszeit und den Folgen einer Fehlmenge, statt f\u00fcr alle A-, B- oder C-Artikel denselben prozentualen Bestandsaufschlag anzusetzen.<\/p>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vor einer \u00c4nderung der Bestandsstrategie die Produktionskritikalit\u00e4t ber\u00fccksichtigen<\/h2>\n\n\n<p>Bevor Sie C-Artikel weniger streng \u00fcberwachen, kl\u00e4ren Sie f\u00fcr jeden einzelnen, was passiert, wenn er fehlt. Pr\u00fcfen Sie, ob ein freigegebener Ersatzartikel verf\u00fcgbar ist, wie schnell Nachschub eintreffen kann und welche Kundenauftr\u00e4ge davon abh\u00e4ngen.<\/p>\n\n\n<p>Machen Sie neben der ABC-Klasse auch die Produktionskritikalit\u00e4t sichtbar. Fehlt eine Schraube der Klasse C, f\u00fcr die es keinen freigegebenen Ersatz gibt, kann dringender Handlungsbedarf bestehen. Dennoch muss ihr Einkauf nicht so eingehend gepr\u00fcft werden wie der eines Motors der Klasse A. Sie m\u00fcssen die Schraube nicht in A umstufen, um dieses Risiko zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n\n\n<p>Bedarfsschwankungen sind eine weitere, eigenst\u00e4ndige Dimension. Zwei Artikel mit gleichem Jahresverbrauchswert k\u00f6nnen v\u00f6llig unterschiedliche Verbrauchsmuster aufweisen: Der eine wird kontinuierlich verbraucht, der andere nur gelegentlich, dann aber in gro\u00dfen Mengen entnommen. Pr\u00fcfen Sie dieses Muster, bevor Sie f\u00fcr beide dasselbe Nachschubverfahren festlegen.<\/p>\n\n\n<p>Stellen Sie sich vor, die Motoren und Geh\u00e4use f\u00fcr einen Montageauftrag sind verf\u00fcgbar, aber die ben\u00f6tigte Schraube fehlt. Wertm\u00e4\u00dfig scheint der Auftrag gut mit Material versorgt zu sein. In der Praxis l\u00e4sst sich die Montage ohne dieses Bauteil jedoch nicht abschlie\u00dfen. Ein vorgezogener Arbeitsbeginn f\u00fchrt dann wom\u00f6glich nur zu unfertigen Baugruppen, zus\u00e4tzlichem Handhabungsaufwand und einer weiteren Warteschlange, die \u00fcberwacht werden muss.<\/p>\n\n\n<p>Die hilfreiche n\u00e4chste Frage lautet nicht: \u201eZu welcher Klasse geh\u00f6rt die Schraube?\u201c Sondern: \u201eWann l\u00e4sst sich dieser Auftrag tats\u00e4chlich fertigen, und was kann das Team in der Zwischenzeit erledigen?\u201c<\/p>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mit SkyPlanner jede Materialklasse in die Produktionsplanung einbeziehen<\/h2>\n\n\n<p>SkyPlanner APS ber\u00fccksichtigt die Materialverf\u00fcgbarkeit bei der Terminplanung gemeinsam mit Arbeitsstationen, Schichten, Abh\u00e4ngigkeiten zwischen Arbeitsg\u00e4ngen und Priorit\u00e4ten. Ist die materialabh\u00e4ngige Planung aktiviert, bezieht Arcturus verf\u00fcgbare Materialien und erwartete Wareneing\u00e4nge in die Berechnung der Starttermine ein. Ein Arbeitsgang wird nicht vor dem Zeitpunkt eingeplant, zu dem die ben\u00f6tigten Materialien gem\u00e4\u00df diesen Regeln verf\u00fcgbar sind.<\/p>\n\n\n<p>Damit wird die fehlende Schraube zu einer Planungsrestriktion und bleibt nicht nur eine Position mit geringem Wert im Bestandsbericht. Sie k\u00f6nnen die geplanten Arbeitsg\u00e4nge und Fertigstellungstermine in der Gantt-Ansicht pr\u00fcfen, statt Best\u00e4nde manuell mit separaten Maschinenwarteschlangen abzugleichen. So werden weniger Arbeitsg\u00e4nge eingeplant, f\u00fcr deren Start das Material fehlt, und Lieferprobleme werden fr\u00fcher sichtbar.<\/p>\n\n\n<p>Liefertermine von Bestellungen geben an, wann Material voraussichtlich verf\u00fcgbar sein wird. Wird eine Bestellung als geliefert best\u00e4tigt, aktualisiert sich der Bestand. Ein erwarteter Wareneingang ist also nicht mit bereits vorhandenem Material gleichzusetzen. \u00c4ndert der Lieferant den voraussichtlichen Termin, aktualisieren Sie die Angaben und berechnen Sie den Produktionsplan neu, um die Auswirkungen auf die Fertigung zu sehen.<\/p>\n\n\n<p>Die Priorit\u00e4ten legen weiterhin Sie fest. Arcturus berechnet die Reihenfolge innerhalb der von Ihnen vorgegebenen Regeln und Kapazit\u00e4ten. So k\u00f6nnen Sie die betroffenen Terminzusagen beurteilen, statt jeden Arbeitsgang selbst zu verschieben. Deshalb erg\u00e4nzt SkyPlanner die Bestandssteuerung nach ABC-Klassen sinnvoll: Artikel mit hohem Verbrauchswert bleiben im Fokus, w\u00e4hrend bei der Planung der Fertigung auch ber\u00fccksichtigt wird, welche Komponenten jeder Arbeitsgang tats\u00e4chlich ben\u00f6tigt.<\/p>\n\n\n<p>SkyPlanner l\u00e4sst sich \u00fcber seine <a href=\"https:\/\/skyplanner.ai\/de\/integrationen\/\">offene REST API<\/a> mit jedem ERP- oder MES-System verbinden. Sie k\u00f6nnen Ihr bestehendes System f\u00fcr Einkaufs- und Artikeldaten beibehalten und es mit einer <a href=\"https:\/\/skyplanner.ai\/de\/ressourcen\/was-ist-feinplanung\/\">Produktionsplanung verbinden, die die Materialverf\u00fcgbarkeit ber\u00fccksichtigt<\/a>.<\/p>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was der bessere \u00dcberblick \u00fcber die Materialverf\u00fcgbarkeit bei Eskomatic ver\u00e4ndert hat<\/h3>\n\n\n<p>Der Lohnzerspaner Eskomatic arbeitete zuvor mit weitgehend manuell gepflegten Auftragswarteschlangen in einer \u00e4lteren ERP- und Produktionssteuerungsumgebung. Sich einen Gesamt\u00fcberblick zu verschaffen, war aufwendig. Da die Materialverf\u00fcgbarkeit nur eingeschr\u00e4nkt sichtbar war, wurden Fehlmengen mitunter erst erkannt, wenn bis zum geplanten Start eines Arbeitsgangs zu wenig Zeit blieb.<\/p>\n\n\n<p>Durch die Anbindung von SkyPlanner an das vorhandene ERP erhielt das Team eine visuelle Auftragswarteschlange im Gantt-Diagramm, eine automatische Kapazit\u00e4tsbelegungsplanung und einen klareren \u00dcberblick \u00fcber Materialfehlmengen. In seinem <a href=\"https:\/\/skyplanner.ai\/de\/kundenberichte\/eskomatic\/\">SkyPlanner-Anwenderbericht<\/a> berichtet Eskomatic von weniger Produktionsstopps durch fehlendes Material und einer genaueren Festlegung von Lieferterminen.<\/p>\n\n\n<p>Diese Erfahrung zeigt, welche Verbesserungen im Produktionsalltag \u00fcber die reine Klassifizierung hinaus m\u00f6glich sind: Der Planer sieht das Materialproblem im Zusammenhang mit den betroffenen Arbeiten. Das spricht daf\u00fcr, Bestandssteuerung und Produktionsplanung miteinander zu verbinden, statt zu erwarten, dass eine ABC-Einstufung allein die Lieferung absichert.<\/p>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Beginnen Sie mit einer Materialgruppe und einem konkreten Fehlteil<\/h2>\n\n\n<p>W\u00e4hlen Sie eine klar abgegrenzte Materialgruppe, berechnen Sie die Verbrauchswerte und legen Sie gemeinsam die Klassengrenzen fest. Setzen Sie die daraus abgeleiteten Regeln zur Bestandssteuerung um. Pr\u00fcfen Sie anschlie\u00dfend die Produktionskritikalit\u00e4t der C-Artikel, bevor Sie deren Nachschubversorgung vereinfachen. \u00dcberpr\u00fcfen Sie die Klassifizierung erneut, wenn sich Bedarf, Kosten oder Produktmix \u00e4ndern. Bewerten Sie neue Artikel und Artikel ohne Verbrauch gesondert, statt davon auszugehen, dass der bisherige Verbrauch ein vollst\u00e4ndiges Bild liefert.<\/p>\n\n\n<p>Konzentrieren Sie sich mit der ABC-Analyse auf die Artikel, die finanziell am st\u00e4rksten ins Gewicht fallen. Erstellen Sie mit SkyPlanner aus Materialverf\u00fcgbarkeit und Kapazit\u00e4t einen Plan, nach dem die Fertigung arbeiten kann.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/skyplanner.ai\/de\/kontakt-vertrieb\/\">Buchen Sie eine SkyPlanner-Demo<\/a> und bringen Sie einen aktuellen Montageauftrag mit, der sich wegen eines fehlenden Bauteils verz\u00f6gert hat. Anhand von Materialbedarf, erwartetem Wareneingang und Arbeitsplan sehen Sie, wie sich die Fehlmenge auf den geplanten Start und die Fertigstellung im Zusammenspiel mit Ihren anderen Auftr\u00e4gen auswirkt. Wenn Sie SkyPlanner zun\u00e4chst selbst erkunden m\u00f6chten, <a href=\"https:\/\/skyplanner.ai\/de\/testversion\/\">testen Sie SkyPlanner mit Demodaten<\/a>.<\/p>\n\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ABC-Analyse im Lager: Klassen praxisgerecht berechnen Startseite &raquo; Ressourcen &raquo; ABC-Analyse im Lager: Klassen praxisgerecht berechnen Die ABC-Analyse im Lager ordnet Artikel nach ihrem Jahresverbrauchswert ein: der in einem Jahr verbrauchten Menge multipliziert mit den Kosten je Einheit. A-Artikel machen den gr\u00f6\u00dften Anteil dieses Werts aus, B-Artikel den n\u00e4chstgr\u00f6\u00dferen und C-Artikel den Rest. 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