{"id":101667,"date":"2026-10-19T14:00:13","date_gmt":"2026-10-19T14:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/skyplanner.ai\/?p=101667"},"modified":"2026-10-19T14:00:36","modified_gmt":"2026-10-19T14:00:36","slug":"sicherheitsbestand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/skyplanner.ai\/de\/ressourcen\/sicherheitsbestand\/","title":{"rendered":"Sicherheitsbestand in der Fertigung: So berechnen Sie den n\u00f6tigen Puffer"},"content":{"rendered":"<div class=\"gb-container gb-container-article01 article-main-content-container\">\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Sicherheitsbestand in der Fertigung: So berechnen Sie den n\u00f6tigen Puffer<\/h1>\n\n<div class=\"gb-container gb-container-article02\">\n\n<p><a href=\"\/de\/\">Startseite<\/a> &raquo; <a href=\"https:\/\/skyplanner.ai\/de\/ressourcen\/\">Ressourcen<\/a> &raquo; Sicherheitsbestand in der Fertigung: So berechnen Sie den n\u00f6tigen Puffer<\/p>\n\n\n<p class=\"yoast-reading-time__wrapper\"><span class=\"yoast-reading-time__icon\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-icon=\"clock\" width=\"20\" height=\"20\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" style=\"display:inline-block;vertical-align:-0.1em\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 24 24\"><path stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\" stroke-width=\"2\" d=\"M12 8v4l3 3m6-3a9 9 0 11-18 0 9 9 0 0118 0z\"><\/path><\/svg><\/span><span class=\"yoast-reading-time__spacer\" style=\"display:inline-block;width:1em\"><\/span><span class=\"yoast-reading-time__descriptive-text\">Gesch\u00e4tzte Lesezeit: <\/span><span class=\"yoast-reading-time__reading-time\">11<\/span><span class=\"yoast-reading-time__time-unit\"> Minuten<\/span><\/p>\n\n<\/div>\n<div class=\"gb-container gb-container-article03\">\n\n<p>Ein fehlendes Bauteil kann eine Montagelinie zum Stillstand bringen, selbst wenn es nur wenig kostet. Mehr davon auf Lager zu halten, erscheint sinnvoll. Wer allerdings von jedem Bauteil mehr bevorratet, bindet schnell Kapital in Best\u00e4nden, die wom\u00f6glich gar nicht ben\u00f6tigt werden.<\/p>\n\n\n<p>Mit dem Sicherheitsbestand bekommt diese Entscheidung ein klares Ziel: Zus\u00e4tzlicher Bestand soll Unsicherheit abfangen \u2013 und nicht einfach nur Schwierigkeiten bei der Nachschubkoordination ausgleichen. Berechnen Sie den Puffer auf Basis des tats\u00e4chlich erwarteten Bedarfs und der erwarteten Wiederbeschaffungszeit. Pr\u00fcfen Sie anschlie\u00dfend, ob das n\u00e4chste Los rechtzeitig zum geplanten Bedarf verf\u00fcgbar sein kann.<\/p>\n\n\n<p>Wenn Sie den Nachschub selbst fertigen, unterst\u00fctzt SkyPlanner Sie bei dieser zweiten Pr\u00fcfung. Arcturus plant das Los zusammen mit den anderen Produktionsauftr\u00e4gen ein; die Gantt-Ansicht zeigt den geplanten Fertigstellungstermin. So verbringen Sie weniger Zeit damit, die Auftragsreihenfolge an den Maschinen abzustimmen, und k\u00f6nnen fr\u00fcher auf drohende Fehlbest\u00e4nde reagieren.<\/p>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was ist Sicherheitsbestand in der Fertigung?<\/h2>\n\n\n<p>Sicherheitsbestand ist zus\u00e4tzlicher Lagerbestand, der das Risiko von Fehlbest\u00e4nden durch unerwarteten Bedarf oder verz\u00f6gerten Nachschub verringern soll. Fertigungsunternehmen k\u00f6nnen ihn als zugekauftes Material, als gemeinsam genutzte Komponenten oder als Fertigerzeugnisse vorhalten \u2013 je nachdem, an welcher Stelle die Verf\u00fcgbarkeit entscheidend ist.<\/p>\n\n\n<p>Er kommt zu dem Bestand hinzu, der den erwarteten Bedarf w\u00e4hrend der Wiederbeschaffungszeit deckt. Wenn Sie bis zum Eintreffen des n\u00e4chsten Loses voraussichtlich 320 Montagewinkel verbrauchen, decken diese 320 Montagewinkel den normalen Bedarf. Die zus\u00e4tzliche Menge f\u00fcr einen Bedarf, der \u00fcber diese Erwartung hinausgeht, ist der Sicherheitsbestand.<\/p>\n\n\n<p>Ein bekannter saisonaler Anstieg geh\u00f6rt in die Bedarfsplanung. Eine dauerhaft l\u00e4ngere Lieferzeit des Lieferanten muss in den Annahmen zur Wiederbeschaffung ber\u00fccksichtigt werden. Beides sollte nicht in einem unbegr\u00fcndeten Puffer verschwinden.<\/p>\n\n\n<p>Sicherheitsbestand ist auch zum Verbrauch gedacht. Er ist nicht zwangsl\u00e4ufig eine separat gelagerte Reserve, die niemand antasten darf. Wird ein Teil davon verbraucht, bedeutet das allein noch keinen Planungsfehler. Ist er jedoch wiederholt aufgebraucht, sollten Sie die Ursachen untersuchen.<\/p>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Legen Sie fest, was der Puffer absichern soll<\/h2>\n\n\n<p>Beginnen Sie mit einem Artikel, dessen Fehlen sp\u00fcrbare Folgen hat. Ein preiswertes Befestigungselement, das in vielen Baugruppen verwendet wird, verdient m\u00f6glicherweise mehr Aufmerksamkeit als ein teures, aber leicht ersetzbares Teil.<\/p>\n\n\n<p>Fragen Sie sich, was ohne dieses Teil passieren w\u00fcrde: K\u00e4me ein Engpass zum Stillstand, m\u00fcsste eine Kundenlieferung warten oder k\u00f6nnte die Produktion auf einen anderen Arbeitsgang ausweichen? W\u00e4gen Sie diese Folgen gegen die Kapitalbindung, Lagerkosten sowie die Kosten durch Verderb und Veralterung ab, die mit dem zus\u00e4tzlichen Bestand verbunden sind.<\/p>\n\n\n<p>Entscheiden Sie dann, auf welcher Stufe Sie den Bestand vorhalten. Eine gemeinsam genutzte Komponente kann mehrere Fertigerzeugnisse versorgen; ein Fertigwarenbestand sichert dagegen den sofortigen Versand eines bestimmten Produkts ab. Schlagen Sie nicht automatisch auf jeder St\u00fccklistenebene einen eigenen Puffer f\u00fcr dieselbe St\u00f6rung auf. Legen Sie fest, welches Risiko der jeweilige Puffer abdeckt.<\/p>\n\n\n<p>Verwenden Sie bei Komponenten den Bedarf an der jeweiligen Lagerstufe. Kundenlieferungen sind nicht immer ein geeigneter Ersatz f\u00fcr den Komponentenbedarf: Durch Fertigungslose kann ein anderes Entnahmemuster entstehen. Bekannte Bedarfe sollten die <a href=\"\/de\/ressourcen\/mrp-kurzanleitung\/\">Materialbedarfsplanung<\/a> bestimmen; der Puffer deckt die verbleibende Unsicherheit ab.<\/p>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">So berechnen Sie den Sicherheitsbestand<\/h2>\n\n\n<p>F\u00fcr einen Artikel mit schwankendem Bedarf und einer verl\u00e4sslichen, festen Wiederbeschaffungszeit wird h\u00e4ufig folgende Formel verwendet:<\/p>\n\n\n<p><strong>Sicherheitsbestand = z \u00d7 \u03c3d \u00d7 \u221aL<\/strong><\/p>\n\n\n<p>Dabei gilt:<\/p>\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>z<\/strong> ist der Faktor f\u00fcr den gew\u00e4hlten zyklusbezogenen Servicegrad.<\/li><li><strong>\u03c3d<\/strong> ist die Standardabweichung des t\u00e4glichen Bedarfs. Sie gibt an, wie stark die Tagesmengen um ihren Mittelwert streuen.<\/li><li><strong>L<\/strong> ist die Wiederbeschaffungszeit in Tagen, wobei dieselbe Tagesbasis wie beim t\u00e4glichen Bedarf gilt.<\/li><\/ul>\n\n\n<p>Dieses Modell setzt voraus, dass die Bedarfe der einzelnen Tage voneinander unabh\u00e4ngig und einigerma\u00dfen stabil sind. Au\u00dferdem muss sich der Bedarf w\u00e4hrend der Wiederbeschaffungszeit hinreichend gut durch eine Normalverteilung ann\u00e4hern lassen. F\u00fcr regelm\u00e4\u00dfigen Verbrauch ist das ein n\u00fctzlicher Ausgangspunkt, aber keine Universalformel f\u00fcr jeden Artikel in der Fertigung.<\/p>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein Rechenbeispiel aus der Fertigung<\/h3>\n\n\n<p>Stellen Sie sich einen Betrieb vor, der einen h\u00e4ufig verwendeten Montagewinkel f\u00fcr seine Montagelinien fertigt. Die fertiggestellten Lose werden in ein Komponentenlager eingelagert. Die folgenden Zahlen dienen der Veranschaulichung:<\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><thead><tr><th>Eingangsgr\u00f6\u00dfe<\/th><th>Wert<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Durchschnittlicher Bedarf pro Arbeitstag<\/td><td>80 Montagewinkel<\/td><\/tr><tr><td>Standardabweichung des t\u00e4glichen Bedarfs<\/td><td>20 Montagewinkel<\/td><\/tr><tr><td>Feste Wiederbeschaffungszeit bis zum nutzbaren Lagerbestand<\/td><td>4 Arbeitstage<\/td><\/tr><tr><td>Angestrebter zyklusbezogener Servicegrad<\/td><td>95 %<\/td><\/tr><tr><td>Zugeh\u00f6riger z-Faktor, gerundet<\/td><td>1,65<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n<p>Der Betrieb \u00fcberwacht den Nachschub kontinuierlich. Es entsteht also keine zus\u00e4tzliche Wartezeit durch eine nur w\u00f6chentliche Pr\u00fcfung. Jedes Nachschublos steht nach vier Arbeitstagen vollst\u00e4ndig zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n<p>Die Berechnung lautet:<\/p>\n\n\n<p><strong>Sicherheitsbestand = 1,65 \u00d7 20 \u00d7 \u221a4 = 66 Montagewinkel<\/strong><\/p>\n\n\n<p>Die 66 Montagewinkel bilden den Puffer f\u00fcr Unsicherheit. Der erwartete Bedarf w\u00e4hrend der Wiederbeschaffungszeit wird getrennt davon berechnet:<\/p>\n\n\n<p><strong>80 \u00d7 4 = 320 Montagewinkel<\/strong><\/p>\n\n\n<p>Zusammen ergeben der erwartete Bedarf und der Sicherheitsbestand 386 Montagewinkel. Diese Menge dient im Beispiel als Ausl\u00f6ser f\u00fcr den Nachschub \u2013 sie ist nicht die Gr\u00f6\u00dfe des n\u00e4chsten Loses.<\/p>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verwenden Sie die richtigen Datengrundlagen<\/h3>\n\n\n<p>Berechnen Sie die Schwankung des t\u00e4glichen Bedarfs anhand einer repr\u00e4sentativen Reihe von Tagesmengen. Beziehen Sie dabei auch Arbeitstage ein, an denen tats\u00e4chlich kein Bedarf bestand. Verwenden Sie die Standardabweichung dieser Tageswerte, statt eine monatliche Standardabweichung durch die Anzahl der Tage zu teilen. Pr\u00fcfen Sie die Daten auf fehlende Buchungen und ungedeckten Bedarf: Entnahmemengen k\u00f6nnen k\u00fcnstlich niedrig erscheinen, wenn die Produktion eine Komponente wegen eines Fehlbestands gar nicht verbrauchen kann.<\/p>\n\n\n<p>Ber\u00fccksichtigen Sie vorhersehbare Ver\u00e4nderungen in der Bedarfsplanung. Bei wachsendem oder saisonalem Verbrauch kann die unbereinigte historische Streuung bekannte Muster und Unsicherheit vermischen. Verwenden Sie ein Verfahren, das auf dem verbleibenden Prognosefehler beruht, statt jede Abweichung von einem alten Mittelwert als zuf\u00e4llig zu behandeln.<\/p>\n\n\n<p>Messen Sie die Wiederbeschaffungszeit bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Artikel nutzbar ist. Bei zugekauftem Material k\u00f6nnen dazu auch Wareneingang und Pr\u00fcfung geh\u00f6ren. Beim selbst gefertigten Montagewinkel umfasst sie Wartezeiten, s\u00e4mtliche Arbeitsg\u00e4nge und den Transport ins Komponentenlager. Die reine Maschinenlaufzeit ist nicht die Wiederbeschaffungszeit.<\/p>\n\n\n<p>Auch die Kalenderbasis muss \u00fcbereinstimmen. Wenn Sie die t\u00e4glichen Bedarfsschwankungen anhand von Arbeitstagen ermitteln, muss die Durchlaufzeit auf derselben Arbeitstagsbasis angegeben werden. Vermischen Sie nicht ungepr\u00fcft Kalendertage und Produktionstage.<\/p>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was gilt, wenn auch die Durchlaufzeit schwankt?<\/h3>\n\n\n<p>Das Modell mit vier Tagen deckt keinen Wiederbeschaffungsprozess ab, der mal vier und mal acht Tage dauert. Wenn Sie f\u00fcr L lediglich den Mittelwert einsetzen, bleibt die zus\u00e4tzliche Unsicherheit unber\u00fccksichtigt.<\/p>\n\n\n<p>Verwenden Sie ein Modell, das schwankende Durchlaufzeiten ber\u00fccksichtigt, oder analysieren Sie den Bedarf w\u00e4hrend tats\u00e4chlicher Wiederbeschaffungszeitr\u00e4ume, um den n\u00f6tigen Schutz abzusch\u00e4tzen. Pr\u00fcfen Sie, ob in Zeiten hoher Auslastung sowohl der Verbrauch als auch die Warteschlangen in der Fertigung zunehmen. Diese Effekte k\u00f6nnen zusammenh\u00e4ngen. Eine Formel, die von einer Unabh\u00e4ngigkeit zwischen Bedarf und Durchlaufzeit ausgeht, kann das Risiko deshalb falsch abbilden.<\/p>\n\n\n<p>Bei unregelm\u00e4\u00dfigem Bedarf, sehr gro\u00dfen Einzelentnahmen oder wenigen brauchbaren historischen Daten sollten Sie ein anderes Verfahren anhand des tats\u00e4chlichen Bedarfsmusters des Artikels pr\u00fcfen. Ein vorl\u00e4ufiger Puffer auf Basis vergleichbarer Artikel und betrieblicher Erfahrung kann praktikabel sein \u2013 sofern Sie seine Grundlage dokumentieren und ihn \u00fcberpr\u00fcfen, sobald weitere Erkenntnisse vorliegen.<\/p>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">W\u00e4hlen Sie den Servicegrad, nicht nur den Multiplikator<\/h2>\n\n\n<p>Ein zyklusbezogener Servicegrad von 95 % bedeutet in dieser Berechnung: Unter den Annahmen des Modells wird ein Wiederbeschaffungszyklus mit einer Wahrscheinlichkeit von ungef\u00e4hr 95 % ohne Fehlbestand abgeschlossen. Das hei\u00dft weder, dass 95 % der ben\u00f6tigten Einheiten sofort bereitgestellt werden, noch, dass 95 % der Kundenauftr\u00e4ge p\u00fcnktlich eintreffen.<\/p>\n\n\n<p>Der Anteil der Bedarfseinheiten, der direkt aus dem Lager gedeckt wird, hei\u00dft mengenbezogener Servicegrad. Sowohl eine kleine als auch eine gro\u00dfe Fehlmenge kann jeweils als ein Zyklus mit Fehlbestand z\u00e4hlen. Die Auswirkungen auf den mengenbezogenen Servicegrad und die Produktion k\u00f6nnen dabei sehr unterschiedlich sein.<\/p>\n\n\n<p>Legen Sie den Zielwert anhand der Folgen eines Fehlbestands und der Kosten f\u00fcr den Pufferbestand fest. Setzen Sie nicht f\u00fcr jeden preiswerten Artikel einen niedrigen Zielwert an, nur weil sein Bestandswert gering ist.<\/p>\n\n\n<p>Wenn Sie f\u00fcr denselben Montagewinkel den angestrebten zyklusbezogenen Servicegrad auf 99 % erh\u00f6hen, verwenden Sie einen gerundeten z-Faktor von 2,33:<\/p>\n\n\n<p><strong>2,33 \u00d7 20 \u00d7 \u221a4 = 93,2 Montagewinkel, aufgerundet auf 94<\/strong><\/p>\n\n\n<p>Sie entscheiden damit zwischen 66 und 94 zus\u00e4tzlichen Montagewinkeln f\u00fcr unterschiedlich hohe Absicherungen. Das ist keine Empfehlung, f\u00fcr jeden Artikel einen Servicegrad von 99 % anzustreben. Pr\u00fcfen Sie, ob der zus\u00e4tzliche Schutz den h\u00f6heren Bestand rechtfertigt.<\/p>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sicherheitsbestand, Meldebestand und Losgr\u00f6\u00dfe getrennt festlegen<\/h2>\n\n\n<p>Diese Gr\u00f6\u00dfen beantworten unterschiedliche Fragen:<\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><thead><tr><th>Entscheidung<\/th><th>Was damit festgelegt wird<\/th><th>Beispiel Montagewinkel<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Sicherheitsbestand<\/td><td>Zus\u00e4tzliche Menge zum Abfangen von Unsicherheit<\/td><td>66 Befestigungswinkel<\/td><\/tr><tr><td>Meldebestand<\/td><td>Wann der Nachschub angesto\u00dfen wird<\/td><td>Bestandsposition von 386 Befestigungswinkeln<\/td><\/tr><tr><td>Losgr\u00f6\u00dfe<\/td><td>Welche Menge nachproduziert wird<\/td><td>Beispielhaftes Los mit 400 Befestigungswinkeln<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n<p>F\u00fcr das hier verwendete Verfahren mit kontinuierlicher Bestands\u00fcberwachung gilt:<\/p>\n\n\n<p><strong>Meldebestand = erwarteter Bedarf w\u00e4hrend der Wiederbeschaffung + Sicherheitsbestand<\/strong><\/p>\n\n\n<p><strong>Meldebestand = 320 + 66 = 386 Befestigungswinkel<\/strong><\/p>\n\n\n<p>Legen Sie die Bestandsposition als Ausl\u00f6sekriterium zugrunde: den nutzbaren Lagerbestand zuz\u00fcglich ausstehender Zug\u00e4nge, abz\u00fcglich des Bedarfs, der nach Ihren Bestandsf\u00fchrungsregeln bereits zugesagt oder reserviert ist. Achten Sie darauf, dieselbe Verpflichtung nicht doppelt abzuziehen. Wer nur auf den physischen Lagerbestand schaut, st\u00f6\u00dft wom\u00f6glich ein weiteres Los an, obwohl bereits ausreichend Nachschub beauftragt ist.<\/p>\n\n\n<p>Ausstehender Nachschub steht der Montage jedoch erst nach seinem Eingang zur Verf\u00fcgung. Seine Menge kann eine doppelte Beauftragung verhindern, obwohl der geplante Zugang zu sp\u00e4t kommt, um einen Fehlbestand zu vermeiden. Pr\u00fcfen Sie deshalb sowohl die Menge als auch die zeitliche Verf\u00fcgbarkeit.<\/p>\n\n\n<p>Die Losgr\u00f6\u00dfe von 400 Befestigungswinkeln ist eine eigenst\u00e4ndige Fertigungsentscheidung, bei der R\u00fcstaufwand, Handhabung und Kapazit\u00e4t eine Rolle spielen. Eine Mindestlosgr\u00f6\u00dfe legt die Untergrenze f\u00fcr ein Fertigungslos fest, nicht den angestrebten Sicherheitsbestand. Gr\u00f6\u00dfere Lose k\u00f6nnen den durchschnittlichen Bestand erh\u00f6hen, ohne den Puffer f\u00fcr Unsicherheit passend zu bemessen.<\/p>\n\n\n<p>Wird der Nachschubbedarf nur in bestimmten Abst\u00e4nden gepr\u00fcft, muss die Absicherung auch die Wartezeit bis zur n\u00e4chsten Pr\u00fcfung abdecken. \u00dcbernehmen Sie die Berechnung f\u00fcr vier Tage bei kontinuierlicher Bestands\u00fcberwachung nicht unver\u00e4ndert f\u00fcr eine w\u00f6chentliche Pr\u00fcfung. Auch gro\u00dfe Entnahmen, durch die der Meldebestand deutlich unterschritten wird, m\u00fcssen ber\u00fccksichtigt werden. Gehen Sie dann nicht davon aus, dass der Nachschub genau bei 386 angesto\u00dfen wird.<\/p>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kl\u00e4ren Sie vor einer Erh\u00f6hung, warum der Puffer aufgebraucht wurde<\/h2>\n\n\n<p>Angenommen, das Los mit den Befestigungswinkeln wird laut aktuellem Plan bereits zwei Arbeitstage sp\u00e4ter fertig, als in der Nachschubregelung vorgesehen. Bei durchschnittlichem Verbrauch werden f\u00fcr diese zwei Tage zus\u00e4tzlich <strong>80 \u00d7 2 = 160 Befestigungswinkel<\/strong> ben\u00f6tigt. Der Puffer von 66 Befestigungswinkeln f\u00fcr Bedarfsschwankungen wurde nicht daf\u00fcr ausgelegt, diese bekannte Verz\u00f6gerung abzudecken.<\/p>\n\n\n<p>Ein akuter Fehlbestand kann dennoch eine Notbeschaffung oder einen vor\u00fcbergehenden Puffer erfordern. Den dauerhaften Sicherheitsbestand einfach zu erh\u00f6hen, beseitigt jedoch nicht die Ursache in der Terminplanung.<\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><thead><tr><th>Was Sie beobachten<\/th><th>Was Sie pr\u00fcfen oder \u00e4ndern sollten<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Unerwarteter Bedarf \u00fcberschreitet wiederholt die eingeplante Bandbreite<\/td><td>\u00dcberpr\u00fcfen Sie die Schwankungen, die Bedarfsannahmen und den angestrebten Servicegrad.<\/td><\/tr><tr><td>Die regul\u00e4re Wiederbeschaffung dauert inzwischen l\u00e4nger<\/td><td>Aktualisieren Sie den erwarteten Bedarf w\u00e4hrend der Wiederbeschaffung und berechnen Sie den Puffer f\u00fcr den ge\u00e4nderten Absicherungszeitraum neu.<\/td><\/tr><tr><td>Ein bereits eingeplantes Los ist in der Warteschlange einer Maschine erkennbar versp\u00e4tet<\/td><td>L\u00f6sen Sie den Kapazit\u00e4ts-, Material- oder Priorit\u00e4tskonflikt und pr\u00fcfen Sie die Auswirkungen auf andere Arbeitsg\u00e4nge.<\/td><\/tr><tr><td>Gebuchter Bestand ist nicht auffindbar oder nicht verwendbar<\/td><td>Korrigieren Sie Best\u00e4nde, Reservierungen oder den Qualit\u00e4tsstatus, bevor Sie den Zielbestand \u00e4ndern.<\/td><\/tr><tr><td>Ausbeuteverluste f\u00fchren zu einem h\u00f6heren Materialverbrauch als geplant<\/td><td>Korrigieren Sie den eingeplanten Verbrauchszuschlag und untersuchen Sie den Prozess. Unterscheiden Sie dabei zwischen erwarteten Verlusten und Unsicherheit.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n<p>Mehrere Ursachen k\u00f6nnen gleichzeitig auftreten. Eine bessere Feinplanung beseitigt keine tats\u00e4chliche Unsicherheit bei Lieferanten, und ein gr\u00f6\u00dferer Puffer schafft keine fehlende Produktionskapazit\u00e4t. Entscheidend ist, welche Ma\u00dfnahme den konkret vorliegenden Fehlbestand behebt.<\/p>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mit SkyPlanner zu einem belastbaren Nachschubtermin<\/h2>\n\n\n<p>Sobald die Nachschubmenge feststeht, hilft SkyPlanner APS Ihnen, die daf\u00fcr n\u00f6tige Fertigung zusammen mit den Kundenauftr\u00e4gen einzuplanen. Statt eine separate Auftragsliste f\u00fcr den Lagernachschub zu f\u00fchren und von Hand abzugleichen, <a href=\"https:\/\/skyplanner.ai\/de\/ressourcen\/was-ist-feinplanung\/\">planen Sie das Los im selben Plan ein<\/a> wie die \u00fcbrigen Arbeitsg\u00e4nge auf Ihren Maschinen.<\/p>\n\n\n<p>Arcturus berechnet den Produktionsplan anhand der konfigurierten Arbeitsstationen, Schichten, Arbeitsgangdauern, Abh\u00e4ngigkeiten und Priorit\u00e4ten. Die Gantt-Ansicht zeigt, welche Arbeitsg\u00e4nge das Los durchl\u00e4uft und wann es voraussichtlich fertig wird. So erkennen Sie, ob die Befestigungswinkel rechtzeitig f\u00fcr die Montage bereitstehen, statt einen offenen Fertigungsauftrag bereits als verf\u00fcgbaren Bestand zu behandeln.<\/p>\n\n\n<p>Verdr\u00e4ngt ein dringender Kundenauftrag das Los, legen Sie die Priorit\u00e4ten fest. Arcturus berechnet die Reihenfolge neu, und Sie pr\u00fcfen die Termine der betroffenen Arbeitsg\u00e4nge. Ist die materialabh\u00e4ngige Planung aktiviert, beeinflusst auch die Materialverf\u00fcgbarkeit, wann ein Arbeitsgang beginnen kann. Autopilot kann den Plan bei konfigurierten Ereignissen oder zu festgelegten Zeiten aktualisieren. Ihre Regeln und Sperren bleiben dabei wirksam.<\/p>\n\n\n<p>Das ist ein konkreter Grund f\u00fcr SkyPlanner: Sie m\u00fcssen konkurrierende Auftr\u00e4ge weniger von Hand abstimmen und erkennen Verz\u00f6gerungen beim Nachschub fr\u00fcher \u2013 solange noch Zeit bleibt, den Plan anzupassen.<\/p>\n\n\n<p>Trennen Sie die Festlegung des Puffers von der Feinplanung. Die Warnung bei niedrigem Bestand in SkyPlanner kann Sie dazu veranlassen, einen Nachschubauftrag anzulegen. Sie erstellt jedoch nicht automatisch einen Auftrag, sobald ein bestimmter Bestand erreicht wird. Die obige Berechnung legt den Bestandspuffer fest. Arcturus \u00fcbernimmt die Feinplanung der Auftr\u00e4ge, die Sie anlegen oder \u00fcber eine Integration \u00fcbernehmen.<\/p>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was bessere Abstimmung bei Piristeel ver\u00e4ndert hat<\/h3>\n\n\n<p>Piristeel, ein Hersteller von Dachsicherheitsprodukten und Dachentw\u00e4sserungssystemen, setzte fr\u00fcher auf gro\u00dfe Fertigungslose und Pufferbest\u00e4nde. Der Einblick in andere Abteilungen war dabei begrenzt. In seinem <a href=\"https:\/\/skyplanner.ai\/de\/kundenberichte\/piristeel\/\">Erfahrungsbericht zu SkyPlanner<\/a> beschreibt das Unternehmen eine gemeinsame Gantt-Ansicht f\u00fcr die gesamte Produktion und die bessere Abstimmung kleinerer Lose. Gro\u00dfe Puffer waren damit keine Voraussetzung mehr f\u00fcr reibungslose Abl\u00e4ufe.<\/p>\n\n\n<p>Diese Erfahrung zeigt den Wert eines transparenten, abgestimmten Produktionsplans. Es geht nicht darum, pauschal jeden Puffer zu k\u00fcrzen, sondern zus\u00e4tzliche Best\u00e4nde zu vermeiden, die nur deshalb gehalten werden, weil sich die Produktion schwer koordinieren l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Puffer und Nachschubplan gemeinsam \u00fcberpr\u00fcfen<\/h2>\n\n\n<p>Dokumentieren Sie f\u00fcr Ihren ersten Artikel die Bedarfsgrundlage, die Wiederbeschaffungszeit bis zum nutzbaren Bestand, den angestrebten Servicegrad, den berechneten Puffer, die Nachschubregelung und die Losgr\u00f6\u00dfe. Gleichen Sie die Regelung mit sp\u00e4teren Fehlbest\u00e4nden und dem tats\u00e4chlichen Verlauf der Wiederbeschaffung ab. \u00dcberpr\u00fcfen Sie sie erneut, wenn sich Bedarf, Lieferzuverl\u00e4ssigkeit, Durchlaufzeit oder die Folgen eines Fehlbestands \u00e4ndern. Ein einzelner st\u00f6rungsfreier Zyklus reicht nicht als Beleg daf\u00fcr, dass der Puffer zu gro\u00df ist.<\/p>\n\n\n<p>Halten Sie einen begr\u00fcndeten Puffer f\u00fcr tats\u00e4chliche Unsicherheit vor. Nutzen Sie SkyPlanner, um den geplanten Nachschubtermin sichtbar zu machen und konkurrierende Fertigungsauftr\u00e4ge aufeinander abzustimmen. \u00dcber seine offene REST API l\u00e4sst sich SkyPlanner mit jedem ERP oder MES verbinden. So k\u00f6nnen Sie Ihre Feinplanung verbessern und Ihr bestehendes System weiter nutzen.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/skyplanner.ai\/de\/kontakt-vertrieb\/\">Buchen Sie eine SkyPlanner-Demo<\/a> und bringen Sie einen Artikel, der nachgefertigt wird, sowie einen Eilauftrag als Beispiel mit, der dessen Fertigungslos k\u00fcrzlich nach hinten verschoben hat. Sehen Sie, wie sich der gemeinsame Plan auf den Fertigstellungstermin und die Handlungsm\u00f6glichkeiten Ihrer Produktionsplanung auswirkt. Wenn Sie sich lieber zuerst selbst einen Eindruck verschaffen m\u00f6chten, <a href=\"https:\/\/skyplanner.ai\/de\/testversion\/\">testen Sie SkyPlanner mit Demodaten<\/a>.<\/p>\n\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sicherheitsbestand in der Fertigung: So berechnen Sie den n\u00f6tigen Puffer Startseite &raquo; Ressourcen &raquo; Sicherheitsbestand in der Fertigung: So berechnen Sie den n\u00f6tigen Puffer Ein fehlendes Bauteil kann eine Montagelinie zum Stillstand bringen, selbst wenn es nur wenig kostet. Mehr davon auf Lager zu halten, erscheint sinnvoll. Wer allerdings von jedem Bauteil mehr bevorratet, bindet &#8230; <a title=\"Sicherheitsbestand in der Fertigung: So berechnen Sie den n\u00f6tigen Puffer\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/skyplanner.ai\/de\/ressourcen\/sicherheitsbestand\/\" aria-label=\"Mehr Informationen \u00fcber Sicherheitsbestand in der Fertigung: So berechnen Sie den n\u00f6tigen Puffer\">Weiterlesen &#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":101692,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_uag_custom_page_level_css":"","footnotes":""},"categories":[2524,308],"tags":[],"class_list":["post-101667","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aps-und-feinplanung","category-ressourcen","generate-columns","tablet-grid-50","mobile-grid-100","grid-parent","grid-33"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the 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